Mehrzweckdrohne wird auf Malta entwickelt

Auf Malta entsteht das größte unbemannte Flugzeug der Welt, das fast überall landen kann. Singular Aircraft entwickelte  das Malteser Amphibienflugzeug Flyox I. Diese größte unbemannte Transportmaschine kann auch auf unbefestigten Pisten, Wasser, Schnee und Eis landen. Einsatz-Szenarien sind also vor allem das Löschen von Waldbränden sowie Rettungsarbeiten und Transporte mit schwierigem Anflug.

Die Steuerung erfolgt von einer Bodenstation aus, die sich in einem Lieferwagen unterbringen lässt. Flyox I   kann in einem Radius von 120 Kilometern eingesetzt werden, wobei drei Kameras einen Blickwinkel von 240 Grad ermöglichen. Bereits im Sommer soll Flyox I   beim Löschen von Waldbränden helfen. Laut Singular Aircraft soll die Drohne „einen erschwinglichen Preis“ haben.

Maltas Ministerpräsident in Berlin

Anfang Februar weilte Joseph Muscat in Berlin. Anlass war nicht nur sein Antrittsbesuch, sondern auch der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Beim Besuch des maltesischen Ministerpräsidenten äußerte sich Bundeskanzlerin Merkel auch zum Problemthema Libyen. Sie sieht die EU in der Pflicht, auch für Stabilität in Ländern wie Libyen Sorge zu tragen.

Beide waren sich einig, dass Libyen kein „failed State“, also gescheiterter Staat, werden dürfe. Merkel sagte für den Fall eines UN-Vorschlags deutsche Unterstützung zu.

Muscat verwies stolz auf Maltas Wirtschaftserfolge. Zwar sehe Malta sich der Eurozone verpflichtet, aber es müsse statt Rigidität Disziplin herrschen. Regeln sollten flexibel gehandhabt werden und nicht in Übermaß ausarten. Er wünsche sich eine Führungsrolle Deutschlands in Bezug auf Libyen. Wörtlich sagte er: „Wir haben in Libyen die Situation, dass es zwei Regierungen gibt, was unter Umständen zu einer Regierung der nationalen Einheit führen könnte. Es gibt aber auch Extremisten. Die meisten von ihnen sind keine Libyer.“

Staatsbürgerschafts-Programm bringt neue Investitionen

Maltas Investitionsprogramm hat Anfang 2014 für Aufsehen gesorgt. Aber Maltas Individual Investor Program wird 450 Millionen Euro ausländische Direktinvestitionen ins Land bringen. Es versprach Vermögenden aus aller Welt den Erwerb der maltesischen Staatsbürgerschaft als Gegenleistung für Investitionen. Mittlerweile sind 400 Anträge eingegangen, die Direktinvestitionen in Höhe von 450 Millionen Euro versprechen. Erste Antragsteller aus 40 Nationalitäten können nach Prüfung Ihrer Angaben bereits mit ihrer Einbürgerungsurkunde rechnen.

Der Premierminister von Malta, Dr. Joseph Muscat, äußerte sich Ende 2014: „Wir meinen, dass sich das Konzept der Staatsbürgerschaft rasch entwickelt und möchten bei dieser Innovation an vorderster Front stehen. Dies ist der Grund, warum wir das bahnbrechende Individual Investor Program entwickelt haben, das einzige Programm zum Erwerb einer Staatsbürgerschaft als Gegenleistung für Investitionen, das von der Europäischen Kommission gebilligt wird.“ Das Programm ist auf 1.800 erfolgreich geprüfte Antragsteller beschränkt.

Marsa Shipbuilding wird zu maritimer Drehscheibe

Nicht nur bei den Bussen tut sich etwas – auch bei den Schiffen. Die maltesischen Werften sind unter Seeleuten weltbekannt und für ihre Qualitätsarbeit berühmt. Dort sind umfangreiche Umstrukturierungen geplant.

Marsa Shipbuilding  soll sich in eine maritime Drehscheibe verwandeln. Wirtschaftsminister Chris Cardona will damit Investoren anziehen und Arbeitsplätze schaffen. Die Werft soll vor allem ein Zentrum für die Wartung von Bohrinseln und für die Lagerung von schweren Maschinen und Anlagen werden. Logistische Unterstützung für die Öl- und Gasindustrie wird das Angebot ergänzen. Innerhalb von 5 Jahren soll die Errichtung einer Akademie helfen, qualifizierte Arbeitskräfte für die Industrie fortzubilden.

Insgesamt 28 Konsortien hatten Interesse an der Ausschreibung gezeigt, aber nur sechs hatten konkrete Angebote abgegeben.

Neue Buskapazitäten, Routen und Preise

Die Oldtimer-Busse, einst Wahrzeichen Maltas, sind schon lange verschwunden. Nun werden auch die Arriva-Fahrzeuge ausgemustert. Ganz allmählich sollen sie durch Busse des neuen Nahvekehrsanbieters Autobuses de Leon ersetzt werden. Der Name dieses spanischen Unternehmens wird auf Alesa abgehürzt.

Schrittweise sollen neue Routen und Preise bekanntgegeben werden. Eine erste Informationskampagne ist für März geplant, das Inkrafttreten neuer Preise für Juli vorgesehen.

Für die rund 140 Busse sollen auch weitere Fahrer eingestellt werden. Die ersten Busse sollen ab Mai beschafft werden. Sie erhöhen das Sitzangebot um fast 3000 Plätze und damit um 20% Kapazität! Im Oktober soll die neue Flotte vollständig sein. Sie macht den Großteil der Investitionen in Höhe von 40 Millionen Euro aus. Die Republik Malta steuert allerdings allein in diesem Jahr 23 Millionen bei.

Baguette-Beschluss bei Air Malta

Zwei Jahre benötigte die krisengeschüttelte Air Malta für die Entscheidung, in der Economy Class auf die Abgabe warmer Mahlzeiten zu verzichten. Der sogenannte „Baguette-Beschluss“ sorgt nun für die Beschränkung auf spärlich belegte Baguettes. Die maltesische Airline spart dadurch immerhin 8 Millionen Euro in zwei Jahren.

Die Einbußen waren dem Luftfahrt-Catering-Unternehmen allerdings ein Graus: Es bestand als Ausgleich auf Verlängerung des Vertrages um 5 weitere Jahre.

Diese und weitere Einschränkungen verdankt Air Malta Vorgaben der EU nach deren umfangreicher finanzieller Unterstützung.

Innenminister Maltas wegen Schießerei entlassen

Am Abend des 19. November war der Polizist Paul Sheehan als Fahrer des maltesischen Innenministers Manuel Mallia eingesetzt. Als er rauchend neben dem Dienstfahrzeug stand, fuhr ein Wagen so dicht am Ministerialfahrzeug vorbei, dass der Außenspiegel beschädigt wurde.

Wie es dazu kam, dass der 40jährige Beamte dem Wagen mit seiner Dienstwaffe zweimal hinterherschoss, klärte sich nur langsam. Der Innenminister ließ zunächst erklären, sein Fahrer hätte zuerst einen Warnschuss abgegeben, auf den nicht reagiert worden wäre. Daher wären zwei Schüsse auf den Unfallverursacher abgegeben worden. Erst daraufhin sei der betrunkene Brite ausgestiegen.

Später kam ans Tageslicht, dass die abgeschossenen Patronenhülsen ebenso schnell wie Aufnahmen zweier Zeugen entfernt worden waren. Auch wurde der mit zwei Einschusslöchern versehene Vauxhall vor Eintreffen offizieller Ermittler abtransportiert! Eine Zeugin hatte den Vorfall gefilmt. Sie erklärte, sie habe das Material auf Anraten eines Bekannten gelöscht. Ihre Freundin hatte der in Nicaragua Geborenen erklärt, ein Autokennzeichen sei ein Regierungskennzeichen – da sei etwas faul!

Als vor Gericht wegen versuchten Mordes ermittelt wurde, stellte sich die Sache wie folgt dar: Der Brite schwor, dass er zur Klärung der Schäden ausgestiegen sei. Sein Gegenüber sei aggressiv und bewaffnet gewesen. Dessen Auftreten hätte ihn so erschreckt, dass er zurück ins Auto geflüchtet sei. Beim Starten hätte er erst einen, dann einen zweiten Schuss gehört.

Während der anschließenden Fahrt hätte er den Verfolger im beschädigten Mercedes hinter sich gesehen. Bei einem Wendemanöver Richtung Santa Venera Tunnel wäre sein Wagen völlig überraschend ausgegangen. Als er Blaulicht und Polizeiverstärkung erkannt habe, hätten ihn seine Kräfte verlassen. So hätte er es über sich ergehen lassen, auf den Boden gedrückt zu werden. Dort musste er sich mit dem Gesicht nach unten festnehmen lassen. Drei Polizeistationen später hatte er ins Röhrchen geblasen.

Die unterschiedlichen Aussagen und der öffentliche Druck ließen den Premierminister aktiv werden. Anfang Dezember entließ der Sozialdemokrat seinen Innenminister. Vorher hatte er ihn vergeblich um Rücktritt gebeten.

Einige Polizisten wurden vom Dienst suspendiert, nachdem die Opposition erfolgreich mitgeholfen hatte, Telefonate vom Abend des Geschehens zu veröffentlichen. Der wegen Mordversuchs angeklagte Polizist ist bis zur baldigen Fortsetzung des Gerichtsverfahrens gegen Kaution auf freiem Fuß!

Auf Malta entstanden gestellte Szenen in Antikriegsvideo

Euronews deckte auf: Die Szene wurde nur gespielt! Ein Filmemacher aus Norwegen hat die Inszenierung zugegeben. “Wir haben auf Malta gedreht,” sagt Lars Klevberg, “Alles sollte so echt aussehen wie möglich. Wir wollten aufrütteln und fragen, ob wir wirklich genug tun in Syrien. Und Quellen genau zu prüfen, ist doch die Aufgabe der Medien.” Von Anfang an gab es Zweifel an der Echtheit des Films. Die Kinderschutzorganisation “Save the Children” in Norwegen kritisierte diesen Bärendienst. Gedreht wurde mit zwei professionellen Kinderschauspielern und syrischen Flüchtlingen, die derzeit auf Malta leben. Drehort  war im Mai ein Filmset, in dem bereits Aufnahmen für „Troja“ sowie „Gladiator“ entstanden.

Malta bekommt mehr Busfahrer

Wann die Verträge mit dem neuen Busunternehmer für Malta unterzeichnet werden können, will der Ministerpräsident nicht verraten. Fest steht, dass Malta Public Transport vorerst mehr Fahrer einstellen wird. Beschäftigte, die nicht als Busfahrer arbeiten, aber über die nötigen Lizenzen verfügen, wurde ein entsprechendes Zusatzangebot vorgelegt. Ihre Überstunden würden sie als Busfahrer zu einem besseren Lohn ableisten. Stimmen sie einem ersten Training zu, würde Ihnen ein Stundenlohn von 6, 90 Euro winken.
Ein Sprecher der Gewerkschaft General Workers Union äußerte Zustimmung für den Fall, dass diese Bedingungen auch wirklich eingehalten würden.
Die Übernahme des Öffentlichen Busverkehrs auf Malta und Gozo durch die spanische Autobuses de Leon ist für Beginn nächsten Jahres vorgesehen.

 

Radioveteran Manni Spiteri mit 79 Jahren gestorben

Manni Spiteri, Radioveteran aus Malta, ist am 21. Oktober mit 79 Jahren überraschend gestorben. Ende der Achtziger Jahre war er an der Umstrukturierung  des  Staatsrundfunks  Xandir  Malta  beteiligt. Der Träger eines maltesischen Verdienstordens starb an seinem Arbeitsplatz,
seinem Home Recording Studio.
Er hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau eines kirchlichen Medienzentrums und nahm bis zuletzt zuhause kirchliche Radiosendungen auf. Mit Manni Spiteri verlor Malta nicht nur einen Radioprofi, sondern  einen  Genleman.

 

Tunnelprojekt hilft gegen Überflutungen

Rechtzeitig vor dem Winter konnte ein 50-Millionen-Euro-Tunnelprojekt beendet werden. Die  E U  hat das  2012  begonnene Bauvorhaben zu  85%  finanziert. Damit gehören Regenwasser-Überflutungen in Orten wie Balzan. Lija, Iklin, Msida, Gzira, Zebbug und Qormi der Vergangenheit an.

Eigentlich sind es 2 Tunnel: einer beginnt im schönen Attard und der andere unter der Kuppeldom-Stadt Mosta. Sie kreuzen sich in Maltas größter Stadt Birkirkara und enden in der Küstenstadt Ta’ Xbiex.

Der Wasserkanal kann 118 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in Rückhaltebecken und ins Meer ableiten. Sogar 3 Brücken entstanden im Rahmen des Projekts.

Strenge Strafe für Tanz im Bikini

Das seit 50 Jahren von Großbritannien unabhängige Malta ist streng katholisch. Was passiert, wenn eine Frau auf unserer Lieblingsinsel angetrunken aus einem Partyboot steigt,   in eine Festa-Prozession gerät und zur Band-Musik im Bikini herumtanzt?

Christina Betke musste dies im Touristenort Sliema erfahren. Die auf Malta lebende Modedesignerin wurde während ihres Tanzes im Bikini von einem Polizisten festgenommen. Sie verbrachte eine Nacht in einer Zelle des Polizeihauptquartiers der Hauptstadt Valletta. Um das Verfahren zu vereinfachen, erklärte sich die junge Frau der Erregung öffentlichen Ärgernisses  für schuldig.

Die Strafe war streng: 2 Jahre auf Bewährung und eine Geldbuße in Höhe von 150 Euro. Christina Bethke versprach eine Spende an die Kirchengemeinde, deren Fest sie gestört hatte. Und so entwarf sie ein T-Shirt mit dem Slogan „Dance like Christina Bethke“. Es zeigt einen Zeitungsausschnitt und eine Bikini-Schönheit – und hat ihren Ruf beflügelt…

Lenkrad schwenkender Busfahrer sorgt für Skandal

Ein YouTube-Video aus Malta hat wieder einmal für Aufsehen gesorgt.

Zu sehen ist ein maltesischer Busfahrer, der mit einem lockeren Lenkrad zurechtkommen muss. Einem Kollegen zeigt er dieses sogar, indem er das Lenkrad abnimmt. Es handelte sich nicht um einen regulären Busdienst, sondern um einen privaten Subunternehmer. Bei Malta Public Transport hat dieser Vorfall trotzdem die Sicherheits-Diskussionen neu entfacht. Zudem wurde dem Subunternehmer bis auf Weiteres gekündigt, der Bus untersucht und repariert.

Auch Malta verpflichtet Busfahrer zu Trainings. Das Ziel ist die Erlangung des Personenbeförderungsscheins. Entsprechenden Prüfungen und Sicherheitsmaßnahmen wird nun verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet.

Spanisches Unternehmen übernimmt Nahverkehrservice

Den Busservice auf den maltesischen Inseln wird das spanische Unternehmen Autobuses Urbanos de Leon übernehmen. Dieser Anbieter gehört zur ALSA-Gruppe, die mit 2300 Bussen zu den führenden Transportunternehmen Spaniens gehört. In einem Jahr transportiert die Gruppe rund 183 Millionen Passagiere.

Angeblich war das spanische Angebot um 20 Millionen Euro preisgünstiger als das der maltesischen Bieter. Das maltesische Konsortium Island Malta Buses Ltd hatte Zuschüsse in Höhe von 42 Millionen Euro gefordert. Autobuses Urbanos de Leon, kurz ALESA,  wird jährlich Zuschüsse von fast 30 Millionen Euro erhalten. Dennoch werden Preiserhöhungen befürchtet.

Voraussichtlich ab März wird ALESA mit einigen neuen Bussen den Betrieb übernehmen.

Malta feiert 50 Jahre Unabhängigkeit

Ende September 1964 wurde Malta von Großbritannien unabhängig, im Dezember 1974 Republik. In völliger Einigkeit feierte die maltesische Republik 50 Jahre Unabhängigkeit am 20. und 21. September. Gefeiert wurde mit Feuerwerk und Konzerten.

Immerhin sollte Prinz William als Staatsgast beeindruckt werden! Er war als Vertreter des britischen Königshauses für die schwangere Herzogin von Cambridge eingesprungen.

Allen seit der Unabhängigkeit dienenden Präsidenten und Ministerpräsidenten der Republik Malta wurden Medaillen verliehen. Die Festveranstaltung fand im Großmeisterpalast in Valletta statt. Die Staatspräsidentin ehrte Sir Anthony Mamo, Anton Buttigieg, Agatha Barbara, Paul Xuereb, Censu Tabone, Ugo Mifsud Bonnici, Guido de Marco, Eddie Fenech Adami, George Abela, George Borg Olivier, Dom Mintoff, Karmenu Mifsud Bonnici, Alfred Sant, Lawrence Gonzi und Joseph Muscat.

Nun werden die Rufe lauter, den Jahrestag der Unabhängigkeit als wichtigen Nationalfeiertag zu würdigen. Zwischen 1971 und 1987 wurde er nicht einmal gefeiert – zu groß war der Parteienzwist. Diesmal arbeitete die regierende Arbeiterpartei jedoch mit der Nationalistischen Partei zusammen.

Bratt Pitt und Angelina Jolie drehen in Malta

Im Mai wurde bekannt, dass Brad Pitt und Angelina Jolie ein zweites gemeinsames Filmprojekt planen! Maltas Premierminister, Joseph Muscat,  verriet dem Magazin ‚People’, dass Malta für Dreharbeiten ausgewählt wurde. So könne  er  beide zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren begrüßen. Er fügte hinzu: „Ich bin sicher, dass der Film dabei helfen wird, unsere wunderschöne Schwesterinsel Gozo auf die Weltkarte zu setzen.” Wochenlang hatten sich  „Brangelina“  in der Nähe von Mgarr auf Gozo nach geeigneten  Locations  umgesehen – nun laufen bereits die Vorbereitungen dort.

In der maltesischen Hauptstadt Valletta hatte Brad Pitt bereits 2011 sein Weltuntergangs-Epos  „World War Z”  gedreht.

Laut Angela Jolie soll der neue Film „etwas Kleines und Experimentelles” werden.

Grüne bemängeln Zustände im Öffentlichen Nahverkehr

Nutzer öffentlichen Nahverkehrs auf Malta erleben mit, wie oft Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen von Busfahrern stehen gelassen werden. Die Grünen auf Malta weisen erneut auf dieses Problem hin. Sie verlangen weniger Reden und mehr Taten zu diesem Thema. Malta verstoße gegen das Gleichstellungsgesetz aus dem Jahre 2000 und die von Malta 2012 ratifizierte UN-Konvention.

Grünen-Sprecherin Claire Azzopardi beklagte unter anderem die mangelnde Ausstattung mit Rollstuhlrampen. Rollstuhlfahrer würden oftmals aufgefordert, so lange zu warten, bis ein geeigneter Bus käme.

Auch ihr Parteikollege Arnold Cassola verlangte von Transportminister Joe Mizzi konkrete Schritte statt leerer Worte. Derzeit sucht dieser auch noch nach einem neuen Betreiber des Busbetriebs.

Vogeljagd: Zank zwischen Jägern und Tierschützern

Die Vogeljagd ist immer noch beliebtes Hobby vieler Malteser. Mitglieder der Vogelschutzgruppe Birdlife Malta kämpfen gegen den Abschuss geschützter Vögel.

Im Jahre 2012 veröffentlichten die Tierschützer eine Pressemitteilung über den Fund von sieben durch Wilderer verletzte Vögel in nur 2 Tagen. Die Jägervereinigung FKNK konterte mit einem Foto. Es zeigte 6 Tierschützer mit den 7 Vögeln. Später erstatteten die Jäger Anzeige, denn Bildlife Malta wäre illegal im Besitz geschützter Vögel, die sie vorher gepflegt hätten.

Die Polizei lehnte Ermittlungen ab, denn die Tätigkeit von  Birdlife Malta  sei hinlänglich bekannt. FKNK klagte daraufhin gegen den Polizeichef und wird seit Juli 2014 dabei von einem Magistrat unterstützt. So steht zu befürchten, dass der Fall wieder aufgerollt wird. Und dies, nachdem Birdlife Malta kürzlich einen Preis der britischen Legion gegen grausame Sportarten erhielt. Diese Vereinigung wurde 1924 gegründet und arbeitet weltweit. Auf Malta beobachten Mitglieder zusammen mit Birdlife Malta die Jäger während der Vogeljagdsaison.

Teenager-Schwangerschaften als Wettskandal

Die kirchliche Radiostation  RTK  hat einen Skandal aufgedeckt. Die Geschichte, die ein Interviewgast erzählte, war unglaublich: Eine Fünfzehnjährige war zur Ärztin gegangen und erzählte dieser, sie sei schwanger. Als die Medizinerin dies bestätigen musste, kündigte die junge Patientin drei Freundinnen an, die die Praxis in der folgenden Woche aufsuchen würden. Die 4 Klassenkameradinnen hätten eine Wette abgeschlossen, vom selben Mann schwanger werden zu können.

Gegenüber der Tageszeitung The Malta Independent  beklagte Monsignore Anton Gouder den undifferenzierten Umgang mit Teenager-Schwangerschaften. Eltern würden ihren Sprösslingen zwar erklären, wie Schwangerschaft vermieden werden könne, nicht aber den richtigen Umgang mit Konsequenzen. Dr Frank Portelli, Krankenhauschef und Politiker, diskutierte auf Facebook die strafrechtlichen Aspekte.

Es läge eine Straftat vor, die auch eine Polizeiakte erforderlich mache. Er hätte nie eine Fünfzehnjährige ohne Einverständnis der Eltern behandelt. Ein so junges Mädchen könne nie rechtsverbindlich Einverständnis für ungeschützten Verkehr geben, also müsse auch der Tatbestand der Vergewaltigung in Betracht gezogen werden. Dahinter müssten Arztgeheimnis und Beichtgeheimnis zurückstehen.

Giftstoffe im Wasser bei Burmarrad

Das Gesundheitsministerium Maltas scheut davor zurück, Werte von Giftstoffen im Wasser zu kommentieren. Ein Farmer aus  Burmarrad,  einem Vorort von San Pauls Bay, war bereits 2011 von Testergebnissen aufgeschreckt worden. Sie zeigten Nitratwerte oberhalb der zulässigen Grenze.

Paul Abela streitet seit seit 3 Jahren wegen  dieser Giftstoffe des in der Landwirtschaft verwendeten Wassers. Landwirte in der Region verteilen Abwasser und Gülle auf ihre Felder und sorgen so für hohe Werte krebserregender Nitrate. Das entsorgte Wasser stammt von Reinigungsfirmen und mobilen Toiletten! Um die Auswirkungen auf die angebauten Produkte sorgt sich auch die Tageszeitung  Times of Malta.

Funnyfarm Malta – ein Gnadenhof für Pferde

Von der grünen Partei Maltas, der Alternattiva Demokratika, hört man wenig. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass  Funnyfarm Malta  ein neues Zuhause bei der Ortschaft Siggiewi findet. Die Einrichtung mit dem lustigen Namen hat ein weniger amüsantes Ziel: Sie will als Gnadenhof  alten Pferden  ein sicheres Zuhause und einen angenehmen Lebensabend bieten.

Besorgte Bürger bringen sogar Katzen und Hunde zu Leiterin Sue und ihrer Tochter Mich.   Sie werden nicht vom Staat unterstützt. Rund zwei Dutzend Pferde, 20 Hunde und viele Katzen müssen aus Eigenmitteln und Spenden versorgt werden.

Wegen der dichten Besiedelung Maltas ist auch nutzbares Land knapp. Daher soll nach Möglichkeit eine Umnutzung bestehenden Geländes erfolgen.

Malta hat eine Staatspräsidentin

Marie-Louise Coleiro Preca wurde vom maltesischen Parlament zur neuen Staatspräsidentin gewählt. Die 55-jährige Notarin war zuvor Maltas Sozialministerin.

Für das vorwiegend repräsentative Amt war sie von Ministerpräsident Joseph Muscat nominiert worden. Er ist aber der Mächtigste in der Republik. Die Generalsekretärin der regierenden Arbeiterpartei löste am 4.4.2014 George Abela als Staatspräsident ab.

Ihr neues Amt ist zunächst auf fünf Jahre befristet. Nun sind weltweit 21 Frauen an der Spitze von Staaten.

Stromzählermanipulationen aufgedeckt

Kriminelle haben auch auf der Mittelmeerinsel Malta intelligente Stromzähler manipuliert. Bei vielen Kunden wurde illegal ein verminderter Stromverbrauch errechnet. Laut Tageszeitung „Malta Independent“ entstand dem staatlichen Energiekonzern ein Schaden von rund 30 Millionen Euro. Insgesamt sollen 1000 intelligente Stromzähler manipuliert worden sein.

Die „sogenannten Smart Meter“ wurden vor fünf Jahren eingebaut. 250.000 intelligente Stromzähler ersetzen seither die mechanischen Zähler. Wegen dieses Betruges sind neun Mitarbeiter des Energieversorgers Enemalta verhaftet worden.

Geschickt regelten die Manipulierer Verbrauchskurven nach unten. Bei unbeteiligten Kunden ließen Sie dafür den Verbrauch übermäßig steigen. So blieb der Skandal längere Zeit unentdeckt.

Die Mitarbeiter ließen sich von Kunden, die Ihren Verbrauch herunter geregelt haben wollten, bezahlen.

Grausamer Tiermord auf Malta

Ein grauenhafter Tiermord hat Anfang Februar die Malteser aufgeschreckt. Auf dem Vorplatz des bekannten Kuppeldoms in der Stadt Mosta hing eine Katze an einer Statue. In der gekreuzigten Katze war eine Nachricht versteckt. Wie die Times of Malta berichtet, hatte darin der Autor voller Selbstmitleid seine Vernachlässigung beklagt.

2 ähnliche Fälle hatte es 2012 gegeben; in 2011 war ein Hund das Opfer. In allen 4 hinterlassenen Nachrichten erinnerte der Verfasser an den Fall eines 83jährigen, der Mitte Februar 1999  seine Schwester erschossen hatte. Das erste Tieropfer war 2011 in Nähe des Tatorts gefunden worden. Der Täter selber beschreibt in seinen Briefen Besessenheit und Dämonen.

Aufnahmen einer Überwachungskamera waren nicht hilfreich für die noch laufenden Ermittlungen, da sie nur die Silhouette des Täters einfangen konnte.

Ausländische Arbeitnehmer auf Malta

Fast die Hälfte aller neuen Jobs auf unserer Lieblingsinsel wird von auswärtigen Arbeitnehmern besetzt. Daher arbeiten inzwischen 18000 ausländische Arbeitnehmer auf Malta.

Die stellte Arbeitsminister Evalist Bartolo fest. Auf einer Veranstaltung musste er eingestehen, dass vielen Maltesern Kenntnisse zu innovativen Techniken fehlen. 40% der Beschäftigten in neuen Jobs mussten aus Qualifizierungsgründen daher aus dem Ausland rekrutiert werden. Sogar in der florierenden Glücksspielindustrie seien von 10 Jobs nur 3 von Maltesern besetzt.

30% der Schulabgänger hatten Probleme mit der englischen Sprache, obwohl dies die zweite Landessprache ist. Nahezu 6000 der 15jährigen würden weder studieren noch Arbeit nachgehen.

Nach Schließung einiger Handelsschulen mangele es an derartigen Institutionen. Er versprach, dass mithilfe der EU

Analysen und bessere Bildungschancen angestrebt würden.

World Risk Report – Malta

Das Umweltinstitut der Vereinten Nationen in Bonn hat zusammen mit einigen Nichtregierungs-Organisationen wieder einen Weltsicherheitsreport herausgegeben. Für 2013 bescheinigt der „World Risk Report“ der Republik Malta einen 2. Platz in der Naturkatastrophen-Sicherheit.

Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit der Malteser, einem Natur-Unglück zum Opfer zu fallen, auch nur bei 0,61%.

Bislang scheint es unwahrscheinlich, dass Erdbeben, Fluten oder wachsender Meeresspiegel die Malteser bedrängen werden. Käme es aber dazu, würde die derzeit sichere Infrastruktur Schlimmes verhindern.

Arriva verlässt Malta

Auch in dieser Sendung habe ich Sensationelles zu berichten: Nach nur 3 Jahren des Busbetriebes auf Malta und Gozo hat sich Arriva aus der Mittelmeerrepublik zurückgezogen. Nicht nur die gelb-orangen Oldtimerbusse sind somit Vergangenheit, sondern vorläufig auch der privatwirtschaftliche Betrieb der blaugrünen Nachfolger!

Derzeit hat die Transportbehörde Maltas unter Transportminister Joe Mizzi den Betrieb übernommen; Arriva dagegen ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG.

Nicht nur in Malta hatte es Ärger gegeben – sogar der E U war das Unternehmen unangenehm aufgefallen. Die Malteser ärgerten sich über die lückenhafte Routenplanung, Arbeitsbedingungen und Ticketpreise. Der E U war das Preissystem ein Dorn im Auge, da maltesische Staatsbürger niedrigere Fahrpreise zahlten als ausländische Einwohner! Diese Besonderheit war allerdings Bestandteil des in 2010 geschlossenen Vertrages zwischen der Republik Malta und Arriva gewesen.

Zuletzt sorgten Brände in 3 Gelenkbussen für deren Verbannung – zumal sie in den engen Kurven auf Malta Rangierprobleme hatten.

Das 1944 gegründete Unternehmen Paramount Coaches aus Mosta macht sich nun Hoffnungen. Dessen Chef   Joe Grech   geht auf die 80 zu und ist in seiner Heimatstadt Mosta als   il-Paramount   bekannt. Diesen Namen gab er seinem ersten Bus und folgerichtig auch seinem Unternehmen.

Käufliche Staatsbürgerschaft

In meiner letzten Show hatte ich von einer Sensation berichtet. Maltas Staatsbürgerschaft käuflich zu machen, sorgte für Schlagzeilen. Die Empörung innerhalb der Opposition und gar der ganzen E U war groß. Daher wurde der Plan nicht verworfen, jedoch überarbeitet. Der Preis soll nun von 650 000 Euro auf 1,15 Millionen Euro steigen!

Mit dem Erwerb der maltesischen Staatsbürgerschaft soll nuneine Investition innerhalb der Republikka ta Malta verbunden sein. Dazu zählt der Kauf von Immobilien in Höhe von 350 000 Euro und Wertpapiere in Höhe von mindestens 150 000 Euro.

Laut Ministerpräsident Muscatt von der regierenden Arbeiterpartei sollen maxinmal 1 800 Pässe ausgegeben werden. Jeder Antragsteller soll genau geprüft und öffentlich gemacht werden.

Die Opposition verbindet immer noch einen mehrjährigen Aufenthalt mit der Zustimmung zu derartigen Plänen.