Stromzählermanipulationen aufgedeckt

Kriminelle haben auch auf der Mittelmeerinsel Malta intelligente Stromzähler manipuliert. Bei vielen Kunden wurde illegal ein verminderter Stromverbrauch errechnet. Laut Tageszeitung „Malta Independent“ entstand dem staatlichen Energiekonzern ein Schaden von rund 30 Millionen Euro. Insgesamt sollen 1000 intelligente Stromzähler manipuliert worden sein.

Die „sogenannten Smart Meter“ wurden vor fünf Jahren eingebaut. 250.000 intelligente Stromzähler ersetzen seither die mechanischen Zähler. Wegen dieses Betruges sind neun Mitarbeiter des Energieversorgers Enemalta verhaftet worden.

Geschickt regelten die Manipulierer Verbrauchskurven nach unten. Bei unbeteiligten Kunden ließen Sie dafür den Verbrauch übermäßig steigen. So blieb der Skandal längere Zeit unentdeckt.

Die Mitarbeiter ließen sich von Kunden, die Ihren Verbrauch herunter geregelt haben wollten, bezahlen.

Grausamer Tiermord auf Malta

Ein grauenhafter Tiermord hat Anfang Februar die Malteser aufgeschreckt. Auf dem Vorplatz des bekannten Kuppeldoms in der Stadt Mosta hing eine Katze an einer Statue. In der gekreuzigten Katze war eine Nachricht versteckt. Wie die Times of Malta berichtet, hatte darin der Autor voller Selbstmitleid seine Vernachlässigung beklagt.

2 ähnliche Fälle hatte es 2012 gegeben; in 2011 war ein Hund das Opfer. In allen 4 hinterlassenen Nachrichten erinnerte der Verfasser an den Fall eines 83jährigen, der Mitte Februar 1999  seine Schwester erschossen hatte. Das erste Tieropfer war 2011 in Nähe des Tatorts gefunden worden. Der Täter selber beschreibt in seinen Briefen Besessenheit und Dämonen.

Aufnahmen einer Überwachungskamera waren nicht hilfreich für die noch laufenden Ermittlungen, da sie nur die Silhouette des Täters einfangen konnte.

Ausländische Arbeitnehmer auf Malta

Fast die Hälfte aller neuen Jobs auf unserer Lieblingsinsel wird von auswärtigen Arbeitnehmern besetzt. Daher arbeiten inzwischen 18000 ausländische Arbeitnehmer auf Malta.

Die stellte Arbeitsminister Evalist Bartolo fest. Auf einer Veranstaltung musste er eingestehen, dass vielen Maltesern Kenntnisse zu innovativen Techniken fehlen. 40% der Beschäftigten in neuen Jobs mussten aus Qualifizierungsgründen daher aus dem Ausland rekrutiert werden. Sogar in der florierenden Glücksspielindustrie seien von 10 Jobs nur 3 von Maltesern besetzt.

30% der Schulabgänger hatten Probleme mit der englischen Sprache, obwohl dies die zweite Landessprache ist. Nahezu 6000 der 15jährigen würden weder studieren noch Arbeit nachgehen.

Nach Schließung einiger Handelsschulen mangele es an derartigen Institutionen. Er versprach, dass mithilfe der EU

Analysen und bessere Bildungschancen angestrebt würden.

World Risk Report – Malta

Das Umweltinstitut der Vereinten Nationen in Bonn hat zusammen mit einigen Nichtregierungs-Organisationen wieder einen Weltsicherheitsreport herausgegeben. Für 2013 bescheinigt der „World Risk Report“ der Republik Malta einen 2. Platz in der Naturkatastrophen-Sicherheit.

Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit der Malteser, einem Natur-Unglück zum Opfer zu fallen, auch nur bei 0,61%.

Bislang scheint es unwahrscheinlich, dass Erdbeben, Fluten oder wachsender Meeresspiegel die Malteser bedrängen werden. Käme es aber dazu, würde die derzeit sichere Infrastruktur Schlimmes verhindern.

Arriva verlässt Malta

Auch in dieser Sendung habe ich Sensationelles zu berichten: Nach nur 3 Jahren des Busbetriebes auf Malta und Gozo hat sich Arriva aus der Mittelmeerrepublik zurückgezogen. Nicht nur die gelb-orangen Oldtimerbusse sind somit Vergangenheit, sondern vorläufig auch der privatwirtschaftliche Betrieb der blaugrünen Nachfolger!

Derzeit hat die Transportbehörde Maltas unter Transportminister Joe Mizzi den Betrieb übernommen; Arriva dagegen ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG.

Nicht nur in Malta hatte es Ärger gegeben – sogar der E U war das Unternehmen unangenehm aufgefallen. Die Malteser ärgerten sich über die lückenhafte Routenplanung, Arbeitsbedingungen und Ticketpreise. Der E U war das Preissystem ein Dorn im Auge, da maltesische Staatsbürger niedrigere Fahrpreise zahlten als ausländische Einwohner! Diese Besonderheit war allerdings Bestandteil des in 2010 geschlossenen Vertrages zwischen der Republik Malta und Arriva gewesen.

Zuletzt sorgten Brände in 3 Gelenkbussen für deren Verbannung – zumal sie in den engen Kurven auf Malta Rangierprobleme hatten.

Das 1944 gegründete Unternehmen Paramount Coaches aus Mosta macht sich nun Hoffnungen. Dessen Chef   Joe Grech   geht auf die 80 zu und ist in seiner Heimatstadt Mosta als   il-Paramount   bekannt. Diesen Namen gab er seinem ersten Bus und folgerichtig auch seinem Unternehmen.

Käufliche Staatsbürgerschaft

In meiner letzten Show hatte ich von einer Sensation berichtet. Maltas Staatsbürgerschaft käuflich zu machen, sorgte für Schlagzeilen. Die Empörung innerhalb der Opposition und gar der ganzen E U war groß. Daher wurde der Plan nicht verworfen, jedoch überarbeitet. Der Preis soll nun von 650 000 Euro auf 1,15 Millionen Euro steigen!

Mit dem Erwerb der maltesischen Staatsbürgerschaft soll nuneine Investition innerhalb der Republikka ta Malta verbunden sein. Dazu zählt der Kauf von Immobilien in Höhe von 350 000 Euro und Wertpapiere in Höhe von mindestens 150 000 Euro.

Laut Ministerpräsident Muscatt von der regierenden Arbeiterpartei sollen maxinmal 1 800 Pässe ausgegeben werden. Jeder Antragsteller soll genau geprüft und öffentlich gemacht werden.

Die Opposition verbindet immer noch einen mehrjährigen Aufenthalt mit der Zustimmung zu derartigen Plänen.