Whiteflag International

Eine globale Umweltkampagne will Länder animieren, konkrete Maßnahmen zum Schutz von Ozeanen, Seen und Flüssen zu ergreifen. Sie wurde von „Whiteflag International“ ins Leben gerufen. Die Kampagne „Raise the Flag for the Ocean“ wurde als „die erste Umweltkampagne der Welt“ Anfang Oktober in Malta gestartet. Sie zielt darauf ab, das Bewusstsein für saubere und sichere Ozeane für Menschen und Meereslebewesen auch unter Politikern zu etablieren. Malta soll erstes kunststofffreies „Ozeanland“ der Welt werden. Im Oktober fand an der Golden Bay eine Zeremonie statt, bei der eine weiße Flagge an den Umweltminister José Herrera überreicht wurde – als Zeichen dafür, dass es sich um ein zertifiziertes sicheres Meeresgebiet handelt. „Whiteflag International“ wurde 2013 gegründet und verlieh die erste weiße Flagge Prinz Albert II von Monaco

Malta Foodbank Foundation

In Deutschland sind die sogenannten „Tafeln“ inzwischen verbreitet. Auch auf Malta wird es schon bald eine Einrichtung geben, die Lebensmittel vor dem Mülleimer bewahrt. Freiwillige werden von Hamrun aus diese Nahrungsmittel an die Armen weitergeben. Die Schaffung dieser Anlaufstelle wurde nach der Schenkung von Lagerräumen eines ehemaligen Lebensmittelgeschäftes ermöglicht. Die Malta Foodbank Foundation nahm sich vor sieben Jahren dieses Projektes an, sagte ihre Präsidentin Irene Schembri gegenüber der Sunday Times of Malta. Die Malta Foodbank Foundation ist Mitglied der 1986 gegründeten European Food Bank Federation (EFBF), die durch Umverteilung von Nahrungsmittelüberschüssen Hunger lindert. Das Erzbistum Malta führt strukturelle Arbeiten auf dem Grundstück durch und stellt Regale und Maschinen zur Verfügung. Jedes Jahr werden 88 Millionen Tonnen Lebensmittel in Europa verschwendet. Gleichzeitig können sich 42 Millionen Menschen jeden zweiten Tag keine hochwertige Mahlzeit leisten.

2000 Jahre altes Skelett mit vollständigem Kiefer gefunden

In den St. Paul Katakomben wurde eine vor fast 2000 Jahren begrabene Frau gefunden. Sie soll zwischen 18 und 27 Jahre alt und etwa 145 cm groß gewesen sein, als sie starb. Das Skelett der Frau mit vollständigem Kiefer wurde während Ausgrabungen unter dem neuen Besucherzentrum der Katakomben entdeckt. Fachmännische Gesichtsrekonstruktion erweckt sie sozusagen wieder zum Leben. Diese Gesichtsrekonstruktion wird Teil der permanenten Ausstellung, erklärte Heritage Malta.

Air Malta Pilot wegen Social Media Aktivitäten entlassen

Ein Air Malta-Pilot wurde entlassen, nachdem ein Post auf Facebook aufgetaucht war. In dem Post hatte er angeblich die Befriedigung über einen technischen Defekt eines Flugzeugs geäußert. Zuvor hatte der Pilot in einem beschränkt zugänglichen Pilotenforum gewitzelt, dass der Jet gerade sein „Lieblingsflugzeug“ geworden sei und ein lachendes Emoji hinzugefügt. In einer Antwort auf einen Kommentar fügte er hinzu, dass er es amüsant fand, dass das Flugzeug den Richtlinien entspräche. Maltas Pilotenvereinigung sah den strittigen Beitrag im Kontext: Vor fünf Monaten hatte die Gewerkschaft ihre Mitglieder angewiesen, nicht mit dem Flugzeug zu fliegen, da es keinen Löschknopf für das Cockpit-Sprachaufzeichnungsgerät besaß. Dieser Knopf soll den Piloten ermöglichen, die Cockpit-Tonaufzeichnung nach einem ereignislosen Flug zu löschen.

Maltas öffentliche Linienbusse

Malta ist der kleinste Mitgliedstaat der Europäischen Union. Dennoch hat Malta die größte Anzahl an öffentlichen Linienbussen im Verhältnis zu seiner Bevölkerung. Das zeigen Zahlen im jährlichen regionalen Jahrbuch von Eurostat. Im Durchschnitt fahren 4,4 öffentliche Verkehrsmittel für je 1.000 in Malta lebende Menschen. Der EU-Durchschnitt lag bei 1,8 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner. In Regionen, in denen der Autobesitz relativ niedrig ist, könnte man eine höhere Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln erwarten. Dies scheint jedoch in Malta nicht der Fall zu sein. Auf Malta gab es zu Jahresbeginn auf 1.000 Einwohner 615 Personenkraftwagen, etwa 100 Autos mehr als im Durchschnitt der Europäischen Union.

Schutz für Karozzin-Pferde nach zwei Todesfällen

Verkehrsminister Ian Borg und der parlamentarische Sekretär für Tierrechte, Clint Camilleri, haben einen Konsultationsprozess gestartet, der sich mit den Pferdekutschen auf Malta befasst. Die bei Touristen beliebten Pferdekutschen heißen auf Malta „Karozzin“. Für deren Lizenzierung ist Transport Malta zuständig. In der sommerlichen Hitze waren zwei Pferde an Kutschen zusammengebrochen. Eines von ihnen starb, was zu einer öffentlichen Empörung über die Arbeitsbedingungen dieser Tiere führte. Nach den ersten Vorfällen hatten sich Dutzende Aktivisten am Triton-Brunnen in Valletta versammelt, um gegen den Gebrauch von Pferdekutschen zu protestieren. Das Tierschutzamt müsse mit den Karozzin-Eigentümern Absprachen treffen. Animal Liberation Malta bezeichnete die derzeitigen Bedingungen als Tiermissbrauch. Tradition müsse als Entschuldigung herhalten. Die Tierrechtsaktivistin Moira Delia schlug vor, Juli bis Mitte September könne zwischen 12 und 16.30 Uhr ein Verbot greifen.

Maltesische Umweltbehörde bereitet Einwegkunststoff-Richtlinie vor

Die maltesische Umweltbehörde bereitet eine ganzheitliche Richtlinie für Einwegkunststoffe vor. Auch Kunststoffe, die bei Festas und Festlichkeiten verwendet werden, nimmt Umweltminister José Herrera unter die Lupe. Das Abfeuern von Plastikkonfetti während des Sommerkarnevals in Marsascala sorgte dieses Jahr für Besorgnis, da das Konfetti größtenteils in der Bucht landete. Dass dies kein Einzelfall ist, stellte sich kürzlich bei einer Autopsie einer toten Lederschildkröte heraus: Das Tier hatte durch die Aufnahme von Plastikmaterial stark gelitten. Der Umweltminister beschäftigt sich auch mit Plastikflaschen, die vor allem in den Ozeanen großen Anteil an Plastikabfällen verursachen. In den nächsten Tagen wird ein  Rat  ernannt, der wiederverwertbare Abfallströme überwacht. Im Mai hat die Regierung die Behörde für Umwelt und Ressourcen aufgefordert, eine Strategie für die Verwendung von Einwegkunststoff zu erarbeiten. Einweg-Plastik wird für fünf Minuten verwendet, benötigt aber 500 Jahre, um sich aufzulösen.

SR Technics expandiert auf Malta

SR Technics erweitert seine Präsenz am Malta International Airport um einen modernen, neuen Hangar. Mit Malta Enterprise und Malta Industrial Parks Limited sowie mit der Regierung hat die  Flugzeugwartungs-Gesellschaft  eine entsprechende Vereinbarung  getroffen. 35 Millionen Euro umfasst das Projekt im Aviation Park in Safi. Das Unternehmen will sich zunächst auf Schmalrumpfflugzeuge konzentrieren, wird sich aber auf größere Flugzeuge ausdehnen. Pläne sprechen von bis zu 350 weiteren Arbeitsplätzen. Die Vereinbarung über den neuen Hangar wurde in der Auberge de Castille im Beisein von Premierminister Joseph Muscat unterzeichnet. Die Regierung will eine neue Strategie für die Luftfahrtindustrie ausarbeiten. Sie soll das Wachstum des Sektors erleichtern. Zusätzliche Landnutzung rund um den Flughafen Malta International Airport wird untersucht, um eine Ausweitung der Luftfahrtdienste zu ermöglichen. Mit einer Größe von 30.000 Quadratmetern wird SR Technics dank der neuen Infrastruktur die Kapazität für schwere Wartungsarbeiten, C-Checks und Kabinenumbauten erhöhen können.

Fit für Europa – Erfolg durch Mobilität

Innerhalb des Programms „Fit für Europa – Erfolg durch Mobilität“ schicken das Jobcenter Salzlandkreis und die Akademie Überlingen zehn Arbeitslose im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aus Staßfurt, Aschersleben und Bernburg nach Malta. Das Projekt diene der Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungschancen junger Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. Mittels Einzelcoaching, Sprachvermittlung und Gruppenaktivitäten wird auf zwei Monate Praktikum vorbereitet. Ziel ist „fachliche, interkulturelle und soziale Kompetenz“. Die Arbeitslosen werden je nach Qualifikation in der Industrie, der Gastronomie, in der Pflege und in Büros arbeiten. Nach Angaben der Akademie Überlingen nehmen über 60 Prozent der Teilnehmer im Anschluss an das Programm eine Ausbildung oder Beschäftigung auf.

Rheinischer Präses besucht Seenotretter auf Malta

Der rheinische Präses Manfred Rekowski war laut Evangelischem Pressedienst epd auf Malta, um sich ein Bild von den Bedingungen der Rettungsmissionen zu machen. Er wies dabei Vorwürfe zurück, Seenotretter spielten Schleppern in die Hände. „Diese Helferinnen und Helfer retten Menschenleben, die in Seenot sind“, sagte Rekowski nach einem Treffen mit Mitgliedern des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ im Hafen von Valetta. Der Besuch der Seenotretter war Auftakt einer dreitägigen Malta-Reise von Rekowski. Er ist auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die EKD ist an der Finanzierung der Hilfsorganisation Sea-Watch beteiligt. Rekowski erklärte, der Vorwurf der Beihilfe zur Schlepperei sei auch deshalb absurd, weil internationales Seerecht eingehalten werde. „Die Pflicht zur Seenotrettung ist eine unbedingte Verpflichtung, unabhängig davon, ob die Notlage von den zu Rettenden selbst herbeigeführt wurde oder sie ohne ihr Zutun hineingeraten sind.“ Die Seenotrettung sei die Reaktion auf eine falschen Flüchtlingspolitik.

Malta hat erhebliche Probleme mit seinem Grundwasser

Malta hat laut EU-Umweltbeobachtern weiterhin erhebliche Probleme mit seinen Grundwasserständen. Der Bericht der Europäischen Umweltagentur über den Europäischen Wasserhaushalt für 2018 zählt Malta zu den drei südlichen Mitgliedstaaten mit diesem Problem. Auch in Zypern und Spanien trocknet der Grundwasserspiegel aus.
Der Hauptdruck auf die unterirdischen Stauseen sei die Wassergewinnung. Dazu zählt das Abpumpen von Wasser für die öffentliche Versorgung, die Landwirtschaft und die Industrie. Grundwasser wird unterhalb der Erdoberfläche in den Brüchen von Felsformationen und in Zwischenräumen im Boden gefunden. Grundwasserleitungen enthalten nur etwa ein Zehntel des Gesamtniederschlags, stellen aber rund 42 Prozent der gesamten Wasserentnahme in Europa dar. Etwa die Hälfte des Trinkwassers in Europa stammt aus dem Grundwasser, viele Großstädte sind davon abhängig. Die Insel Malta hat mit 80 % die höchste Anzahl an zu kleinen Grundwasserreserven. Das macht Malta stark von den Grundwasserressourcen für den Eigenbedarf abhängig. Malta entnahm rund 60 Prozent aus unterirdischen Reserven. Einige Verbraucher beklagten sich auch über illegale Entnahme von Grundwasser.
In seinem 2016 veröffentlichten Bericht bemerkt das World Resource Institute, dass die Grundwasserreserven zudem stark von Nitratverschmutzung und zunehmendem Salzgehalt betroffen seien. Statt vermehrt auf Entsalzung zu setzen, würde auf Malta immer noch Grundwasser verschwendet.

Malta hatte 2017 das größte Bevölkerungswachstum in der E U

Nach Angaben von Eurostat hatte Malta 2017 das größte Bevölkerungswachstum in der E U. Maltas Bevölkerungswachstum hat mit 3,4% den Rest der Mitgliedsstaaten überholt. Anfang 2018 belief sich die Einwohnerzahl der Insel auf 475.700. Der nächstgrößte Bevölkerungszuwachs wurde in Schweden registriert. Malta macht 0,1 % der E U-Bevölkerung aus und ist damit das kleinste E U-Land, gefolgt von Luxemburg mit 602.000 Einwohnern. Eurostat-Statistiken zeigen überdies, dass Malta auch die siebthöchste Geburtenrate aufweist.

Malta meldet dritthöchste Autodichte in der E U

Malta meldete 2016 die dritthöchste Zahl von Autos pro 1000 Einwohner in der E U. Der Eurostat-Bericht mit dem Titel „Personenkraftwagen in Europa“ verwendet Daten aus den einzelnen Ländern, um die PKW-Dichte im Vergleich zur Bevölkerungszahl, Altersverteilung und Kraftstoffart der Fahrzeuge zu berechnen. Mit 615 PKW pro 1000 Einwohner rangiert Malta nur hinter Italien und Luxemburg. Dies ist nur eine marginale Verbesserung gegenüber der Statistik von 2015. Die Zulassungsrate von Autos zeigte einen kontinuierlichen Anstieg der Anzahl von Neuwagen auf maltesischen Straßen. 2016 gab es 16.712 PKW-Zulassungen, was einem Durchschnitt von 45 Autos entspricht, die das ganze Jahr über auf maltesischen Straßen fahren. Die Anzahl der Autos erhöhte sich seit 2015 um 7541 auf insgesamt 282.921 Autos. Allerdings wurden im Jahr 2016 nur 87 Autos mit alternativen Energien registriert. Das Eurostat-Ergebnis zeigt auch, dass Malta einen sehr hohen Anteil an Autos hat, die 20 Jahre oder älter sind. Nur Polen und Estland verzeichnen eine höhere Quote als Malta.

Europäischer Gerichtshof verurteilt Vogelfang in Malta

Der Europäische Gerichtshof hat Malta Mitte Juni wegen der Genehmigung des Vogelfangs verurteilt. Über Jahre hinweg hat die maltesische Regierung in jedem Herbst den Fang von 7 Finkenarten entgegen geltendem EU-Recht mit Netzen erlaubt. Die Vögel landeten zu Zehntausenden in Käfigen auf dem Heimtiermarkt. Die von Malta vor Gericht vorgebrachten Argumente für den Vogelfang wurden von den Richtern samt und sonders verworfen.
Malta hat nun keine andere Möglichkeit, als den Finkenfang endgültig zu verbieten! Das Urteil ist rechtskräftig und hat Signalwirkung für ähnlich gelagerte Fälle in anderen EU-Ländern. Schon vor 4 Jahren wurde das Verfahren von der EU-Kommission eingeleitet. Vorangegangen war ein Streit über die Abschaffung des Vogelfangs. Dieser Streit begann mit dem Beitritt des Landes zur EU im Jahre 2004. Das Komitee gegen den Vogelmord hat zusammen mit seinem Partner BirdLife Malta viele entscheidende Fakten zum Vogelfang geliefert. Beide Organisationen haben damit zu einem der größten Erfolge im europäischen Zugvogelschutz der letzten 10 Jahre beigetragen!

Klimaschutzmaßnahmen für EU-Inseln

Die Europäische Kommission plant Stärkung der Zusammenarbeit bei Klimaschutzmaßnahmen zwischen EU-Inseln. Das Projekt zielt in erster Linie darauf ab, die EU-Inseln bei der Entwicklung umweltfreundlicher Energiequellen zu unterstützen. Vorgeschlagen hatten das Projekt der ehemalige Premierminister Alfred Sant und der kroatische Abgeordnete Tonino Picula.
Die Europäische Kommission hat 10 Mio. EUR für das Projekts bereitgestellt, nachdem sie dafür 2 Mio. EUR bewilligt hatte. Herr Picula vertritt verschiedene kroatische Inseln, während Dr. Sant insbesondere um Mittel für Malta und Gozo bittet. Die Initiative soll die EU-Inseln bei der Ausarbeitung von Dekarbonisierungs-Plänen unterstützen und Leitlinien entwickeln.
Die Kommission wird 20 Inseln für Fallstudien auswählen, die wiederum mit verschiedenen weiteren Inseln zusammenarbeiten.

Attard Residents Environmental Network

Eine neue Vereinigung von Einwohnern in Attard wird Umweltthemen ansprechen. Der von Villen geprägte Ort muss für zukünftige Generationen geschützt werden. „Viele Bewohner von Attard sind begeisterte Umweltschützer und haben die Natur im Herzen“, sagte ein Vertreter der Gruppe, die sich Attard Residents Environmental Network nennt. Zum Schutz ihrer natürlichen Umgebung haben sich Bewohner zusammengeschlossen. Der Grund ist traurig: Im Laufe der Jahre wurden Bereiche, die früher für frische Luft sorgten, durch Bauarbeiten zerstört. Straßenbau bildet den Zwang, sich von verschiedenen landwirtschaftlichen Flächen, Farmen und anderen Freiflächen zu verabschieden. Die Luftverschmutzung durch Autos wird am geplanten Central Link Project zu Atemwegserkrankungen bei Familien und Kindern führen. „Attard Residents Environmental Network“ appellierte an die Regierung, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Umwelt geschützt wird.

Malta darf provokantes Theaterstück nicht verbannen

Malta hat im Jahre 2009 das Stück „Stitching“ des schottischen Dramatikers Anthony Neilson von den Bühnen der Mittelmeerinsel verbannt. Wie die österreichische Presseagentur schreibt,
hält der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dies für rechtswidrig. Nach Ansicht der Richter in Straßburg hat Malta mit dem Verbot eines provokanten Theaterstücks gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen. Die Malteser hielten das Stück für blasphemisch. Überdies zeige das Drama „gefährliche sexuelle Perversionen“ und missachte die Opfer des Konzentrationslagers Auschwitz. In dem Stück geht es um ein Paar mit vielen persönlichen Problemen. Unter anderem sorgte ein Zitat des männlichen Protagonisten für Aufregung. Zitat: Er habe beim Anblick eines Fotos von nackten KZ-Opfern einen Orgasmus gehabt. Der maltesische Staat muss der Theatergesellschaft nun eine Entschädigung zahlen. Die maltesischen Gesetze sähen einen kompletten Bann von Theaterstücken nicht vor, schlussfolgerten die Richter. Innerhalb von drei Monaten können noch Rechtsmittel gegen das Strafmaß von 20000 Euro eingelegt werden.

Celtic Manor Resort: Kulinarischer maltesischer Tag mit typisch maltesischer Küche

Fünf Diplomanden, die derzeit ein Praktikum im Celtic Manor Resort in Wales absolvieren, organisierten einen maltesischen Tag mit typisch maltesischer Küche für 300 Kollegen. Die kulinarische Abteilung arbeitete dafür mit ITS Malta zusammen. Die ersten Einjahres-Praktikanten wurden im Juni 2017 begrüßt. Während dieser Zeit haben die Schüler wertvolle Erfahrungen
in verschiedenen Küchen und Restaurants gesammelt. Bei einem Besuch in Malta sagte Chefkoch Michael Bates: „Im Rahmen des Praktikums beschlossen wir, die Schüler mit einem maltesischen Tag herauszufordern und einen Chefkoch für den Tag zu ernennen. Die anderen Schüler waren an der Planung, der Bestellung,  den Rezepten und der Lieferung beteiligt. Es war ein großer Erfolg und wurde von allen Gästen genossen.“

Valletta Film Festival

Im Sommer ist das Wetter auf Malta immer prächtig  und eine Vielzahl von Veranstaltungen nutzt diesen Vorteil. Abgesehen vom Programm der Europäischen Kulturhauptstadt finden viele Festas mit Feuerwerkskörpern und  farbenfrohen Straßen statt. Vom 8. bis 17. Juni ist jedoch das Valletta Film Festival wichtigster Anziehungspunkt! An vier Orten in und um Valletta werden rund 120 Aufführungen zu sehen sein! Der Eröffnungsfilm am Freitag, den 8. Juni, wird die dänische Komödie „St. Bernard Syndicate“ von Mads Brügger sein. Maltas jährliches Film-Event teilt auch seine vierte Ausgabe in verschiedene Kategorien ein. Die wichtigsten sind:

  • – Spielfilme, darunter die Österreichisch-Deutsche Produktion ‘Styx’ von Wolfgang Fischer
  • – Dokumentarfilme, z. B. zum Donnerfest im nördlichen Tiefland Mexikos
  • – Kurzfilme
  • – Jugendfilme, darunter „Cobain“ von Nanouk Leopold aus den Niederlanden.

Polizei erhält neue Streifenwagen

Während Europol in der Zusammenarbeit noch Verbesserungsbedarf sieht, hat die maltesische Polizei zehn neue Streifenwagen in neuem Look erhalten.
Das Ergebnis einer Investition in Höhe von 130.000 Euro wurde vor der Polizeistation Mellieħa vorgestellt. Dabei wurde bekannt, dass die Polizei in den kommenden Monaten substanzielle Veränderungen durchmachen soll. Polizeiinitiativen sollen gestärkt werden, die Anzahl der Fußpatrouillen soll erhöht werden und es soll mehr Bürgernähe erreicht werden. Mehr patroullierende Beamte sollen wichtige Hotspots kontrollieren.

Argotti Botanical Gardens

Premierminister Joseph Muscat und Umweltminister Jose Herrera haben die restaurierten Argotti-Gärten in Floriana neu eingeweiht. Eine Investition von 2,4 Millionen Euro fand somit nach fast zwei Jahren public-private Partnership einen gelungenen Abschluss. Die Restaurierung betraf die Bastion, die Brunnen, neue Bewässerungssysteme, neue Beleuchtung und neue Geländer.  Die Argotti Gardens entstanden 1740 als privater Garten des Vogts Ignatius de Argote y Guzman. Noch heute sieht der Besucher originale architektonische Merkmale aus jener Zeit – zum Beispiel das einzigartige Nymphäum und die Sommervilla. Der öffentliche Teil des Gartens wurde 1974 eröffnet. Heute dient er als Basis für Naturschutzprojekte. Das Arbotti Botanic Gardens & Resource Centre in Floriana ist Teil der Universität von Malta. Der erste Lehrstuhl für Naturgeschichte im frühen 19. Jahrhundert war Anlass für die Entwicklung.

Esplora Interactive Science Centre in Kalkara

Das Esplora Interactive Science Centre in Kalkara wurde von der Europäischen Kommission als eines der Vorzeigeprojekte zum 30. Jahrestag der Kohäsionspolitik ausgewählt. Dies gab der maltesische Rat für Wissenschaft und Technologie bekannt. Esplora wird in einer Ausstellung vertreten sein, die von der Europäischen Kommission in Brüssel  zusammen mit anderen  Mitgliedstaaten veranstaltet wird. Das Wissenschaftszentrum öffnete Ende Oktober 2016 seine Türen. Kinder und Eltern können dort spielerisch technische und natürliche Phänomene erkunden. Dieses Projekt ist auf Malta das erste seiner Art. Geleitet wird es vom Maltesischen Rat für Wissenschaft und Technologie. Das Esplora Interactive Science Centre in Kalkara zählt zu einem der führenden Interactive Science Center in Europa. Daher hat es sich zu einer Besucherattraktion auf Malta entwickelt. Die Renovierung eines historischen Gebäudes dauerte fast drei Jahre und kostete rund 26 Millionen Euro. 14,5 Millionen Euro kamen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Esplora fördert Innovation, Forschung und praktische Erfahrungen mit den Möglichkeiten der Wissenschaft und kreativen Denkens.

Discover Valletta

Die Initiative Discover Valletta kann in diesem Jahr vierjähriges Bestehen feiern. Discover Valletta ist eine Serie von Kurzgeschichten, erzählt von Trevor Zahra. Die Kurzgeschichten drehen sich um 24 Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt. Die Erzählungen sind im Audio-Format als MP3-Dateien erhältlich. Ein zusätzliches Spiel enthält auch eine Karte von Valletta. In diesem Jahr wurden über 4.000 Pakete an Schüler in 45 Schulen auf Malta und Gozo verteilt. Damit ist die Anzahl der bisher verteilten Pakete auf über 18.000 gestiegen.

Malta Jazz Festival 2018

Die diesjährige Ausgabe des Malta Jazz Festivals wird eine besondere: Nach dem Erfolg im letzten Jahr werden auch kostenlose Mittagskonzerte angeboten. Mit Chick Corea, Christian McBride und Karim Ziad präsentiert das Festival drei der größten Namen im Jazz. Das Festival findet an sechs Tagen an verschiedenen Orten der historischen Umgebung von Valletta statt. Das Malta Jazz Festival wird am 16. Juli mit drei kostenlosen Veranstaltungen eröffnet: Ein Konzert mit Vinny Vella am Klavier, Sängerin Andreana Debattista, Anthony Saliba am Bass und Joe Micallef am Schlagzeug macht den Anfang. Abends wird im Phoenicia Hotel, Floriana, dem Hauptpartner des Festivals, ein Konzert des Stjepko Gut Quintetts stattfinden und eine bis zum 21. Juli geöffnete Fotoausstellung eröffnet.

Am Donnerstag, dem 19. Juli, wird Karim Ziad seine einzigartige Mischung aus Jazz, Gnaoua und anderen nordafrikanischen Rhythmen nach Malta bringen. Einen Tag später tritt das neu gegründete Ensemble BOKANTÉ auf. Acht Musiker aus vier Kontinenten schaffen ein abwechslungsreiches Programm voller Groove, Melodie und Soul.

Der amerikanische Jazz- und Fusion-Pianist, Keyboarder und Komponist Chick Corea wird am Samstag, den 21. Juli, mit den musikalischen Brüdern John Patitucci und Dave Weckl als Chick Corea Trio zusammenkommen. Die brasilianische Legende Joâo Bosco, von der New York Times als „einer der berühmtesten Gitarristen, Sänger und Komponisten Brasiliens“ bezeichnet, wird zum Abschluss des Festivals wieder auf Malta sein.

Simonds Farsons Cisk nimmt neue Fassanlage in Betrieb

Simonds Farsons Cisk plc hat kürzlich eine hochmoderne Bier- und Softdrink-Fassanlage sowie eine Wasserabfüllanlage in Betrieb genommen. Beide Anlagen nutzen Robotertechnik und ersetzen über 20 Jahre alte Maschinen. Die neue Anlage umfasst einen Entpalettierer, eine interne und externe Waschanlage, neueste Steuersysteme und Datentechnik, eine Sterilisierungsstation sowie Drucktechnik für Chargencode und Mindesthaltbarkeitsdatum.
Die Wasserabfüllanlage kann 3 Flaschen gleichzeitig behandeln und 300 Behälter pro Stunde befüllen. Diese Investition soll den Energie- und Wasserverbrauch reduzieren sowie die Produktqualität weiter verbessern. Die Robotertechnik wird die Gefahr von Verletzungen drastisch reduzieren. Beide Anlagen wurden in einem neuen Gebäude installiert, das höchsten Hygienestandards entspricht.
Techniker bei den Lieferanten und vor Ort wurden intensiv geschult.

Action Planet nutzt ZAAR zum Crowdfunding

zaar.com.mt ist zu einer wertvollen Plattform geworden, die Projekte mit dringend benötigten Finanzmitteln durch Crowdfunding verbindet. zaar.com.mt ist Maltas erste Crowdfunding-Online-Plattform. In nur etwas mehr als einem Jahr konnte zaar.com.mt mehr als 90.000 Euro für 32 verschiedene Projekte sammeln. Eine Erfolgsquote von 63 Prozent sorgte dafür, dass fast zwei Drittel der abgeschlossenen Projekte ihr Ziel erfolgreich erreichten. Das liegt weit über Industriestandard! Eine landesweite Nachhaltigkeitsinitiative namens Action Planet hat eine Kampagne auf zaar.com.mt gestartet. Action Planet vereint mehr als 40 lokale Organisationen, NGOs und Ministerien. Action Planet will Menschen ermutigen, über umweltfreundlicheren Lebensstil nachzudenken, da sich täglicher Lebensstil auf die ganze Welt auswirkt. Eine von Studenten geleitete Ausstellung findet bis 18. März in St. James Cavalier in Valletta statt. Sie bringt Arbeiten von Schülern und Studenten der Universität Malta zusammen. Kunst- und Klanginstallationen, Apps, Medieninstallationen, Fotografien, Kunstwerke und fundierte Berichte sollen das Umweltbewusstsein verändern. Infos unter www.zaar.com.mt

Air Malta im Aufwind

Air Malta hat von November bis Januar mehr als 328.000 Passagiere befördert. Die in Turbulenzen geratene Airline hat damit ein Wachstum von 21 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschafft! Seit November 2017 stiegen die Passagierzahlen  erfreulich an: Die Schätzungen für Januar 2018 liegen bei 97.400 Fluggästen. Beachtliche Zuwächse wurden auf den Strecken München, Amsterdam und Wien verbucht. Dort wurden die Kapazitäten verdoppelt – von drei Flügen pro Woche auf täglich einen Flug. Dank des Go Light Angebotes konnte auch der Umsatz gesteigert werden – Kunden buchten noch zusätzliches Gepäck.

Isle Of MTV Malta ist zurück!

Am 27. Juni 2018 wird auf dem berühmten Il Fosos Platz wieder abgefeiert! Vom 27. Juni bis zum 1. Juli wird auch in diversen Clubs weitergetanzt! Die Isle of MTV Reihe feiert zwölfjähriges Bestehen! Eine eindrucksvolle Reihe von Künstlern hat die Isle of MTV-Bühne bereits gerockt: unter anderem Snoop Dogg, David Guetta, Kid Rock, Kelis, The Scissor Sisters, Lady Gaga, The Black Eyed Peas, Nelly Furtado, Maroon 5, The Chemical Brothers, Enrique Iglesias, Shaggy, Garbage, Jazzy Jeff und OneRepublic. Paceville in der Nähe von St. Julians ist zum Zentrum der Clubszene geworden. International bekannte DJs wie Paul Oakenfold, Erick Morillo, Magda, Tiesto und Van Heil treten das ganze Jahr über auf. Diese Szene lebt in einer Vielzahl von Veranstaltungsorten, von großen Clubs bis hin zu ruhigeren Bars, wo House-DJs unterhalten und der Eintritt frei ist.

Steward Health Care übernimmt Krankenhäuser

Steward Health Care System LLC hat auf Malta eine öffentlich-private Partnerschaft geschlossen. Steward Health Care ist der größte private Krankenhausbetreiber in den USA. Er wird die Krankenhäuser St. Luke, Karin Grech und auf Gozo übernehmen, die vor fast zwei Jahren an Vitals Healthcare übergeben wurden. Steward hat für den Deal eine Mehrheitsbeteiligung an Vitals erworben. Steward Health Care will zunächst in die medizinischen Einrichtungen investieren, damit sie als Lehreinrichtungen innovative Pflegemodelle bei reduzierten medizinischen Ausgaben anbieten können.

Einnahmen aus Geldstrafen für ein grüneres Valetta?

Vallettas Bürgermeister Alexiei Dingli überlegt, Einnahmen aus Geldstrafen wegen des geplanten neuen Abfallgesetzes für die Begrünung seiner Stadt zu verwenden. Mithilfe eines Durchsetzungsfonds könne die Kulturhauptstadt grüner werden. Das geplante Abfallgesetz sieht vor, das kleinere Müllfahrzeuge als bisher in den ersten Morgenstunden und nachmittags Abfälle einsammeln. Die Hausmüllsammlung in Valletta ist fiünfmal so teuer wie im landesweiten Durchschnitt. Diese Meldung und auch liegen gebliebene Restaurantabfälle hatten seit einiger Zeit in Malta für Aufregung gesorgt. Anwohner und Unternehmer müssen schon lange Abfälle innerhalb vorgeschlagener Zeiten entsorgen – Verstöße kosten 200 bis 1.000 Euro.

UNHCR ehrt Arbeit von Don Dionysius Mintoff

Das UN-Flüchtlingsbüro in Malta hat die Arbeit von Don Dionysius Mintoff geehrt. Damit hat es auch die Verdienste des Friedenslabors um Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten gewürdigt. Das 1971 gegründete Friedenslabor entstand, nachdem Papst Johannes die Welt aufgefordert hatte, über mehr Frieden nachzudenken. Das Gelände des Friedenslabors war ursprünglich Teil des Flugplatzes Hal Far, der während des Zweiten Weltkriegs intensive Luftkämpfe erleben musste. Es umfasst Gebäude und weitläufige Gärten. Seit 2002 bietet  Peace Lab  Flüchtlingen und Migranten Unterkünfte sowie verschiedene Aktivitäten. In friedlichem Umfeld werden Lernen und Akzeptanz gefördert.

Film über die Metal-Szene auf Malta zur besten Dokumentation gewählt

„Brotherhood“ nennt sich ein Dokumentarfilm über die Metal-Szene auf Malta. Dieser Dokumentarfilm wurde auf Toronto’s Alternativen Film-Festival zur besten Dokumentation gewählt. Regisseur Nicholas Bonello hatte online nach Möglichkeiten einer Bewerbung auf Filmfestivals gesucht. In 80 Minuten erzählt der Film vom Zusammenhalt der maltesischen Metal-Fans. Von Anfängen in Hinterhof-Garagen der Städte Marsa und Birkirkara bis zu großen LP-Präsentationen werden kleine und große Events vorgestellt. Interviews mit Szenestars und Gigs in Hülle und Fülle sind ebenfalls vertreten.

Neue Tonnage-Steuer für 10 Jahre genehmigt

HANSA, das  internationale maritime Journal berichtet: Die EU hat die Tonnage-Steuer auf Malta für 10 Jahre genehmigt. Zuvor waren einige verlangte Korrekturen durchgeführt worden.
Zwischen dem europaweit führenden Flaggenstaat Malta und anderen europäischen Reedereien sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden. Nun wird im Seeverkehr eine Reederei gemäß der Netto-Tonnage und nicht mehr nach den Gewinnen besteuert. Die Haupteinnahmen des Unternehmens müssen dabei aus dem Fracht- oder Personenverkehr stammen;
andere geschäftliche Aktivitäten müssen auf maximal 50 % der operativen Einnahmen eines Schiffes begrenzt werden. Ein Großteil der Flotte der jeweiligen Reederei muss die Flagge eines Mitgliedstaats des Europäischen Wirtschaftsraums tragen; jede neue Flotte muss zu mindestens 25 % unter EWR-Flagge fahren.

Cannabis zu medizinischen Zwecken in Malta legalisiert

Das maltesische Kabinett hat sich auf neue Gesetze geeinigt, die den Zugang zu medizinischem Cannabis verbessern. Premier Joseph Muscat wünscht sich Malta gar als Produktionszentrum für diese Medizin. Marihuana-Extrakte helfen Patienten, die unter Krankheiten wie Krebs leiden. Die TIMES OF MALTA berichtete mehrfach über Schwierigkeiten von Patienten mit chronischen Symptomen, die keine medizinischen Marihuana-Produkte erhalten konnten. Viele Ärzte fürchten, dass mehrere Cannabis-Derivate immer noch als illegal gelten. Das einzige derzeit verfügbare Produkt ist nämlich Sativex, das von den Behörden immer noch als illegal angesehen wird.

Weihnachten auf Gozo

CNN hält Malta für die beste Destination, um Weihnachten zu feiern. Von 15 untersuchten Saisonzielen schaffte Malta es an die Spitze. Der Grund sind die ausgestellten Krippen und geschmückten Kirchen. Insbesondere reizt aber das nachgespielte Bethlehem in Ta‘ Passi auf Gozo. Bis 2008 war dort nur Brachland, doch junge Leute starteten ein Experiment. So entstand dort in diesem Jahr zum siebten Mal ein lebendiges Krippendorf. Vorgestellt werden traditionelle Handwerke, darunter Bäckerei, Schreinerei, Schmiede, Schäfer, Tavernen und der Markt.
Auch römische Soldaten dürfen nicht fehlen. Zentrum des Ganzen ist eine Grotte mit Maria, Josef und Jesus. Auch in diesem Jahr werden über zehntausend Besucher erwartet. Das Sachauspiel ist vom 10. Dezember bis zum 7. Januar an Sonntagen und weiteren Tagen zu besichtigen. Viele freiwillige Helfer machen mit. Unterstützt wird die Attraktion vom Gemeinderat und vom Ministerium für Gozo.

Mord auf Malta – und die deutschsprachigen Medien

Mit drastischen Worten berichtete die Journalistin Daphne Caruana Galizia von Bordellbesuchen im deutschen Velbert, Verwicklungen in die Panama Papers Affäre und Schmiergelder an einen stellvertretenden Gouverneur der Zentralbank Maltas. Am 16. Oktober wurde Daphne Caruana Galizia aus Mosta von einer Autobombe getötet. Die deutschsprachige Presse erwähnte nicht, dass sich in diesem Jahr die Zahl der Autobombenanschläge auf Malta damit bereits auf sechs erhöht hatte. Anlässlich ihrer Ermordung bezeichneten deutschsprachige Zeitungen stattdessen die Republik Malta als korrupt: In Deutschland machte die Süddeutsche Zeitung Malta zum „Tummelplatz für Kriminelle“; in Österreich erklärte der Wiener Standard die Insel Malta zu einem „Sumpf aus Korruption und Gerldwäsche“. Auch Politiker vergriffen sich im Ton: Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Bündnisgrünen, sprach von einer „Pirateninsel“, obwohl ihm eigentlich nur Maltas Steuerpolitik nicht gefällt. Maltas Außenminister Carmelo Abela wies daher in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung taz die Kritik an seinem Land zurück. Organisierte Kriminalität gebe es überall, nicht nur auf Malta, sagte er der taz. FBI, niederländische Experten und Europol ermitteln derweil weiter.

Smart City Malta: Einkaufszentrum als neues Wahrzeichen

Das Einkaufszentrum „The Shoreline“ soll im Süden Maltas ein neues Wahrzeichen für bekannte Unternehmen und hochwertige Wohnungen werden. Die Shoreline Shopping Mall wird in der Smart City Malta entstehen. Einzelhandel, Freizeit, Essen und Trinken sowie Dienstleistungen werden neue Möglichkeiten eröffnet. Diese größte und bedeutendste Entwicklung ihrer Art wird 25.000 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen mit 30 Verkaufsstellen, Tiefgaragen sowie mehr als 450 Wohnungen an der Küste Maltas bieten. „The Shoreline“ soll beliebter Treffpunkt in Smart City werden – für Bewohner, Angestellte und Studenten sowie für Begegnungen zwischen Maltesern und Touristen.

Meeresschutzkonferenz auf Malta

Unternehmensvertreter, Politiker und Experten haben sich auf Malta zu einer EU-Meeresschutzkonferenz getroffen. Dort sollten Wege zur Bekämpfung der Plastikmüllkonzentrationen in den Weltmeeren gefunden werden. Begleitet wurden die Teilnehmer von Aktionen der  #BreakFreeFromPlastic-Bewegung. BFFP-Mitglieder stellten eine Methode für die Auswertung von Plastikmüll vor. Die wahren Verursacher sollen damit publik gemacht werden. Nach 20 Metern Strandreinigung wird Plastikmüll nach Abfallkategorie und Hersteller bzw. Marke sortiert. Das BFFP-Team wertet die Ergebnisse aus und veröffentlicht sie im Internet. Analysen erfolgten bereits auf den Philippinen, in Kroatien, Spanien und den Niederlanden. Dabei stellten sich als Hauptverursacher des Plastikmülls Konsumgüterkonzerne heraus.  Das globale BFFP-Bündnis wurde 2016 von rund 900 Nichtregierungsorganisationen, darunter Greenpeace, gegründet.

Malta wird Blockchain-Pionier

Malta ist vor allem für Tourismus, Banken und Online-Glücksspiel bekannt. Nun soll mit Blockchain-fokussierter IT ein weiterer Sektor entstehen. Maltas Premierminister Joseph Muscat möchte Malta zum Blockchain-Pionier befördern. Im April stellte er Maltas Blockchain-Strategie vor. Blockchain ist dezentrale, nicht manipulierbare und transparente Technologie hinter Kryptowährungen wie Bitcoin. In der Kulturhauptstadt Valletta soll ein Epizentrum dafür entstehen. Verantwortlicher dafür ist Silvio Schembri, Staatssekretär für Finanzdienste, Digitale Wirtschaft und Innovation. Von Bitmalta, Maltas Kryptowährung-Lobbyorganisation, erhielt er bereits zahlreiche Hinweise. Weitere Schritte werden ab 7. Dezember angegangen. Dann ist Malta erstmals Gastgeber der Blockchain & Bitcoin Conference. Diese Konferenz ist eine von einer Serie von Veranstaltungen zum Thema. Im Fokus stehen Gesetzgebung und Regulierung im Blockchain-Bereich. Ziel ist die Weiterentwicklung der Blockchain-Community.

Malta als idealer Startort für Satelliten

Orbital Access, ein Unternehmen aus dem Bereich „New Space“, wird in wenigen Wochen seinen Hauptsitz in Malta eröffnen. Malta hofft, damit den Start eines Pioniers der neuen Luft- und Raumfahrtindustrie unterstützen zu können. „NewSpace“ wird der Wechsel zur privaten Raumfahrtindustrie genannt. Im Gespräch mit dem Malta Independent erklärte der Firmenchef Edmund Arcadian, das Unternehmen wolle unter anderem Satelliten mit wiederverwendbaren Raketen im Weltraum absetzen. Die Satelliten werden auf Standardflugzeugen gestartet und lösen sich in einer bestimmten Höhe vom Flugzeug. Das Unternehmen wird für die UK Space Ports bei Prestwick und Newquay arbeiten. Sie werden die ersten Startorte für Satelliten in Europa sein. Die 400 Milliarden Euro schwere Industrie war auf Malta noch nicht vertreten, weitere Unternehmen dieses Sektors sollen folgen. Arcadian lobte erstklassige Lage Maltas auch für den Start solcher Satelliten.

Ambjent Malta

Eine neue Agentur namens „Ambjent Malta“ soll sich um das kulturelle Erbe Maltas kümmern. Die Regierung wird eine Agentur namens „Ambjent Malta“ ähnlich wie „Heritage Malta“ koordinieren. Sie soll Bemühungen zum Schutz des Umweltkulturerbes unterstützen, sagte Umweltminister Josè Herrera. Die Behörde soll neue Vorschriften zum Erhalt fremder Arten und zum Schutz von Wald und Bäumen entwickeln. Drei Standorte wurden für Aufforstung ausgewählt: einer davon auf der winzigen Insel Comino. Sanddünen in Santa Maria Bay und das Ökosystem der Insel Comino sollen besser geschützt werden. In Marsascala soll die Zucht der maltesischen Killfischarten gefördert werden. Fischzuchtbetriebe  sollen in eine neue Zone verlagert werden.

Vermehrt fremde Fischarten in maltesischen Gewässern

In maltesischen Gewässern findet sich eine Flut fremder Fischarten, berichtet die Tageszeitung „The Malta Independent“. Die Ankunft und Etablierung neuer Fischarten – sogenannte nicht-indigenen, exotischen oder fremde Fischarten – steigt durch weitere Globalisierung in den Schifffahrtsrouten. In den vergangenen Wochen meldete die Kampagne „Spot the Alien Fish“ über drei neue Fischrekorde in maltesischen und sizilianischen Gewässern – den Ziegenfisch, den Guinea Angelfisch  und den Azur-Damselfisch. Während der Guinea-Angelfisch eine atlantische Ingression ist, sind die beiden anderen Arten durch den Suezkanal ins Mittelmeer gekommen. Das wissenschaftliche Team hinter der „Spot the Alien Fish“-Kampagne hat es geschafft, in den vergangenen Jahren zahlreiche Arten aus den maltesischen Gewässern aufzuzeichnen, darunter die australischen Knollenfelle, die Nomadenquallen, die afrikanischen Moonfische und Hirschfische, die blaue Schwimmerkrabbe und den indo-pazifischen Flachwurm. Professor Alan Deidun von der Abteilung für Geowissenschaften der Universität von Malta koordiniert diese Kampagne. Sie wurde im Dezember 2016 gestartet und bietet der Öffentlichkeit eine maßgeschneiderte Website: www.aliensmalta.eu Die Kampagne wird gemeinsam von der Universität Malta, dem International Ocean Institute sowie einer italienischen Abteilung für Fischerei und Aquakultur geführt.

Zwei alte Wand-Landkarten entdeckt

Die atemberaubende Aussicht auf den Upper Barraka Gardens ist wohlbekannt. Weniger bekannt ist der 28.000 Quadratmeter große Militärkomplex, der sich unter den Upper Barraka Gardens befindet. Bei Restaurationsarbeiten im ehemaligen Kriegshauptquartier wurden zwei alte Landkarten entdeckt. Eine NATO-Wandkarte sollte restauriert werden, zwei alte Wand-Landkarten wurden überraschend darunter gefunden – eine davon aus dem Zweiten Weltkrieg. Nun werden dringend Sponsoren für deren Restaurierung gesucht, schreibt die Times of Malta.

Air Malta fliegt wieder ab Frankfurt am Main

Air Malta  will nun doch wieder ab Frankfurt fliegen! Die Entscheidung wurde nach einer Vorstandssitzung des neuen Managements unter Vorsitz von Charles Mangion bekannt gegeben. Air Malta plant dazu eine intensive Kampagne zur weiteren Vermarktung. Die Entscheidung, Flüge ab Frankfurt zu stoppen, wurde Ende letzten Jahres bekannt gegeben. Viel Kritik war die Folge. Die Tourismusvereinigung der maltesischen Insel begrüßte daher jetzt die Ankündigung als wichtigen Schritt. Frankfurt sei immerhin der wichtigste Flughafen Deutschlands und einer der verkehrsreichsten in Europa. Nun will Air Malta die Hauptmärkte in ganz Europa mit einer neuen Produktpalette neu organisieren. In Einklang mit der Sanierungsstrategie sollen neue Strecken bedient und sogar neue Flugzeuge angeschafft werden.

Vatikan-Botschafter für Libyen hat seinen Dienstsitz auf Malta

Papst Franziskus hat den 66-jährigen Alessandro D’Errico zu seinem Botschafter für Libyen ernannt. Das teilte der Vatikan Anfang Juni mit. Zwei Jahre lang war der Posten im nordafrikanischen Krisenstaat unbesetzt. Der aus der Region Neapel stammende Erzbischof D’Errico leitet seit April bereits die Vertretung des Heiligen Stuhls in Malta. Dienstsitz ist und bleibt die maltesische Stadt Rabat. Seit der Errichtung einer Vertretung für Libyen 1997 lag die Missionsleitung stets beim Papstbotschafter in Malta. Als jedoch der Vor-Vorgänger D’Erricos in Malta, Aldo Cavalli, im März 2015 von seinem Doppelposten in die Niederlande versetzt wurde, rückte in Malta Mario Roberto Cassari als Nuntius nach, ohne dass eine Ernennung als Botschafter für Libyen erfolgte.

Malta Freeport bleibt beliebter Umschlagplatz

Nach monatelangen Umstrukturierungen wurden aus elf der größten Containerschiffslinien drei neue Allianzen: The Ocean Alliance, 2M und The Alliance.
Nun macht auch die Ocean Alliance Malta Freeport zu ihrem zentralen mediterranen Umschlagplatz. Malta Freeport hat nach seiner Gründung im Jahre 1988 ein bemerkenswertes Wachstum erlebt. Derzeit gehört der Freihafen Maltas zu den größten Umschlag- und Logistikzentren im Mittelmeerraum. Über 96% des Freeport-Containerverkehrs ist das Umschlaggeschäft. Der Erfolg löste eine Reihe von Investitionen aus, die die Mittelmeer-Umschlagskapazität deutlich erhöht haben.
Eine weitere Aktivität der Malta Freeprt Terminals ist die Lagerung von Industriegütern. Ein umfangreiches Investitionsprogramm sorgt für Expansion und Reaktion auf künftige Herausforderungen der Globalisierung. In den kommenden Jahren werden die Geschäftsmöglichkeiten für Malta Freeport Terminals merklich ansteigen. Seit der Privatisierung im Oktober 2004 hat der Freeport bereits ein beträchtliches Neugeschäft erworben. Einige der weltweiten Frachtlinien haben Malta Freeport Terminals als ihre Umladungs-Drehscheibe im Mittelmeerraum gewählt – nicht nur wegen der beneidenswerten geographischen Lage von Malta Freeport.
Hochmoderne Umlade-Einrichtungen und weltweite regelmäßige Netzwerkverbindungen haben die Kunden ebenso überzeugt wie das kostengünstige Handling. Die Kunden von Freeport profitieren auch von der hohen Investition des Unternehmens in die neuesten EDV-Systeme und in die kontinuierliche Entwicklung der Mitarbeiter. Malta Freeport ist ein führender Anbieter von globalen integrierten Logistikdienstleistungen – und will dies auch bleiben!

Vodafone und Melita Malta gehen zusammen

Midmarket, Fortino Capital und Vodafone haben angekündigt, Melita und Vodafone Malta zu vereinen. Vodafone Malta erreicht mit  4G-Mobiltechnik bereits 99 % der Malteser, Kabelanbieter Melita versorgt 99 % der maltesischen Haushalte mit Breitband- und Pay-TV-Angeboten. Landesweit wird dann nur noch unter der Marke Vodafone operiert. Die derzeitigen Anteilseigner von Melita erhalten 51 % der Anteile des neuen Unternehmens, Vodafone Europe erhält 49%. Diese Transaktion wird mit 208 Millionen Euro bewertet. Harald Rösch soll seinen Posten als CEO behalten. Derzeit prüft die Kartellbehörde die Fusion – die doch sehr an die Vereinnahmung von Kabel Deutschland hierzulande erinnert!

Nationalistische Partei Maltas wünscht sich eine Metro

Parteichef Simon Busuttil hat mitten im Wahlfieber zu Neuwahlen seine U-Bahn-Pläne der Presse vorgestellt. Die gewünschte Metro soll vier Linien erhalten:

  1. zwischen Valletta und Msida über Sliema und St Julians
  2. von Valletta nach Birkirkara über Ta‘ Qali, Mosta und Naxxar
  3. zwischen Valletta und Paola via Flughafen Luqa, Fgura, Cottonera, Zabbara und Marsascala
  4. von St.Julians nach Cirkewwa, Mgarr auf Gozo und Victoria, der Hauptstadt der grünen Insel Gozo.

Der Oppositionsführer sieht diese Pläne als realistische Transport-Alternative für Malta an, konnte die Wahl aber damit nicht für sich entscheiden.