World Risk Report – Malta

Das Umweltinstitut der Vereinten Nationen in Bonn hat zusammen mit einigen Nichtregierungs-Organisationen wieder einen Weltsicherheitsreport herausgegeben. Für 2013 bescheinigt der „World Risk Report“ der Republik Malta einen 2. Platz in der Naturkatastrophen-Sicherheit.

Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit der Malteser, einem Natur-Unglück zum Opfer zu fallen, auch nur bei 0,61%.

Bislang scheint es unwahrscheinlich, dass Erdbeben, Fluten oder wachsender Meeresspiegel die Malteser bedrängen werden. Käme es aber dazu, würde die derzeit sichere Infrastruktur Schlimmes verhindern.

Arriva verlässt Malta

Auch in dieser Sendung habe ich Sensationelles zu berichten: Nach nur 3 Jahren des Busbetriebes auf Malta und Gozo hat sich Arriva aus der Mittelmeerrepublik zurückgezogen. Nicht nur die gelb-orangen Oldtimerbusse sind somit Vergangenheit, sondern vorläufig auch der privatwirtschaftliche Betrieb der blaugrünen Nachfolger!

Derzeit hat die Transportbehörde Maltas unter Transportminister Joe Mizzi den Betrieb übernommen; Arriva dagegen ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG.

Nicht nur in Malta hatte es Ärger gegeben – sogar der E U war das Unternehmen unangenehm aufgefallen. Die Malteser ärgerten sich über die lückenhafte Routenplanung, Arbeitsbedingungen und Ticketpreise. Der E U war das Preissystem ein Dorn im Auge, da maltesische Staatsbürger niedrigere Fahrpreise zahlten als ausländische Einwohner! Diese Besonderheit war allerdings Bestandteil des in 2010 geschlossenen Vertrages zwischen der Republik Malta und Arriva gewesen.

Zuletzt sorgten Brände in 3 Gelenkbussen für deren Verbannung – zumal sie in den engen Kurven auf Malta Rangierprobleme hatten.

Das 1944 gegründete Unternehmen Paramount Coaches aus Mosta macht sich nun Hoffnungen. Dessen Chef   Joe Grech   geht auf die 80 zu und ist in seiner Heimatstadt Mosta als   il-Paramount   bekannt. Diesen Namen gab er seinem ersten Bus und folgerichtig auch seinem Unternehmen.

Käufliche Staatsbürgerschaft

In meiner letzten Show hatte ich von einer Sensation berichtet. Maltas Staatsbürgerschaft käuflich zu machen, sorgte für Schlagzeilen. Die Empörung innerhalb der Opposition und gar der ganzen E U war groß. Daher wurde der Plan nicht verworfen, jedoch überarbeitet. Der Preis soll nun von 650 000 Euro auf 1,15 Millionen Euro steigen!

Mit dem Erwerb der maltesischen Staatsbürgerschaft soll nuneine Investition innerhalb der Republikka ta Malta verbunden sein. Dazu zählt der Kauf von Immobilien in Höhe von 350 000 Euro und Wertpapiere in Höhe von mindestens 150 000 Euro.

Laut Ministerpräsident Muscatt von der regierenden Arbeiterpartei sollen maxinmal 1 800 Pässe ausgegeben werden. Jeder Antragsteller soll genau geprüft und öffentlich gemacht werden.

Die Opposition verbindet immer noch einen mehrjährigen Aufenthalt mit der Zustimmung zu derartigen Plänen.