Entgegen europäischer Rechtsprechung hat Malta seine Vogelfangsaison für Finken, Goldregenpfeifer und Singdrosseln wiedereröffnet. Es wurden sogar 177 Fangplätze mehr als im Vorjahr erlaubt. Die Regierung behauptet, der Finkenfang sei zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erlaubt.
Allerdings hat die Nachfrage nach lebenden Vögeln als Lockvögel den illegalen Finkenschmuggel erneut angeheizt. So fingen die Behörden eine Finkenlieferung aus Tunesien ab. Die Finken waren vermutlich als Lockvögel für maltesische Fangplätze bestimmt. Nichtregierungsorganisationen erwarten eine Verschärfung des E U -Vertragsverletzungsverfahrens. BirdLife Malta hat öffentliche Tools über Google Maps eingeführt, um erlaubte von nicht erlaubten Fangplätzen zu unterscheiden. Jeder User soll illegale Aktivitäten direkt der Organisation oder der Polizei melden.
