‚White Rocks‘ werden Nationalpark

Der White Rocks-Komplex in Pembroke erstreckt sich über eine Fläche von 450.000 Quadratmetern und wurde in den 1960er Jahren von britischen Streitkräften erbaut. Damals wurde das Gebiet als St. Patrick’s Officers Married Quarters als Militärkaserne genutzt. Die Unterkünfte bestanden aus 4-Zimmer-Häusern und 3-Zimmer-Wohnungen. Alle Unterkünfte verfügten über Telefonanschluss und Garage. Die Kaserne erlangte in den 1960er Jahren internationale Anerkennung und wurde zweimal in der Architectural Review vorgestellt. Dort wurde sie als von „schlichter Würde“ beschrieben.
Der von maltesischen und britischen Architekten im modernistischen Stil entworfene Komplex gilt als einzigartiges Beispiel militärischer Architektur, das funktionales Design mit ästhetischem Wert verbindet. Als das Militärpersonal Malta 1979 verließ, ging White Rocks in den Besitz der Regierung über und wurde in einen Ferienkomplex umgewandelt, der von Richard England entworfen wurde. Es wurde vom Sekretariat für Tourismus betrieben und bot bis 1995 in den Sommermonaten Unterkünfte für Sprachstudenten an. Danach verfiel das Gelände mehr und mehr.
Premierminister Robert Abela kündigte inzwischen die Umwandlung der White-Rocks-Komplex in einen Nationalpark an. Die verlassenen Gebäude in White Rocks wurden von Graffiti-Künstler Mark Taylor mit Wandmalereien verschönert. Architekt Edward Said hatte den Premierminister gebeten, den historischen Komplex in den geplanten Nationalpark zu integrieren. Said forderte auch den Schutz der in den 1960er Jahren errichteten modernistischen Gebäude sowie den vollständigen Schutz und die Restaurierung der modernistischen Offizierswohnungen auf dem Gelände. Sie sind trotz jahrelanger Vernachlässigung baulich intakt und könnten für verschiedene Zwecke restauriert werden. Später hinzugefügte Bauten entstanden in den 1980er Jahren als Hotelresort. Said bot sich für weitere Recherchen und Beratungen an.