Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Malta und Gozo

Ab Juni wird es einen Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Malta und Gozo geben. Er wird angeboten von der Gozo Fast Ferry Ltd. Dieser Schnellfährdienst zwischen Gozo und Valletta wird dank zweier hochmoderner Passagierkatamarane ermöglicht. Jedes Schiff kann bequem 300 Passagiere pro Fahrt befördern und schafft die Fahrt zwischen Mġarr zum Grand Harbour in 45 Minuten. An dem Unternehmen Gozo Fast Ferry Ltd sind die Bianchi Group und Merill Investments beteiligt. Es arbeitet mit Malta Public Transport zusammen. Passagiere können ihre Reise auch mit kontaktlosen Bankkarten, Mobiltelefonen und Smartwatches bezahlen.

YMCA Malta wird mit 1,5 Mio. Euro unterstützt

Die maltesische Regierung unterstützt die Arbeit des maltesischen CVJM mit rund 1,5 Mio. EUR. Bei einer Pressekonferenz sagte der Minister für Soziales, Michael Falzon, die anderthalb Millionen Euro trügen dazu bei, YMCA-Dienste auszuweiten und weitere psychologische, physische und soziale Unterstützung anzubieten. Die Vereinbarung sichert die Nutzung von 34 Betten in Dar Nikki Cassar und 14 Betten im Communal Home. Dar Nikki Cassar ist benannt nach Nikolai Cassar. Er war einer der freiwilligen Helfer des YMCA, die daran arbeiteten, ein Obdachlosenheim einzurichten und sozial benachteiligten Menschen zu helfen. Er starb am 19. April 2003 bei einem Motorradunfall im Alter von 29 Jahren. Dar Nikki Cassar und das Communal Home werden vom YMCA betrieben und bieten Obdachlosen Schutz. Ein weiteres Communal Home ist geplant.
Insgesamt fördert das Ministerium mit 34 sozialen Vereinbarungen 25 Nichtregierungsorganisationen mit mehr als 10 Mio. EUR pro Jahr.

Wiedereröffnung der Botschaft der Republik Malta in Libyen

Derzeit fliegt aus Sicherheitsgründen keine ausländische Fluggesellschaft nach Libyen. Nach Angaben der EU soll sich dies allmählich ändern. So sagte der maltesische Premierminister Robert Abela bei einer Pressekonferenz mit dem libyschen Interimspremier, dass Malta seine Botschaft in Libyen wieder eröffnen und Flüge in das nordafrikanische Land wieder aufnehmen werde. Libyen will nach dem Aufstand von 2011 ein Jahrzehnt des Chaos beenden.

Grimaldi Group verstärkt Präsenz in Malta

In den letzten Monaten hat die in Neapel ansässige Grimaldi Group ihre Präsenz in Malta verstärkt. Um die Auswirkungen des Brexit zu lindern, wechselt die zu Grimaldi gehörende Atlantic Container Line die Flagge: Der Union Jack wird durch die Flagge der Republik Malta ersetzt. Neun ACL-Schiffe stehen derzeit unter maltesischer Flagge, ein weiteres soll bald hinzukommen. Atlantic Container Line bietet einen Liniendienst zwischen verschiedenen nordeuropäischen und nordamerikanischen Häfen an. Malta Motorways of the Sea, ebenfalls ein Unternehmen der Grimaldi-Gruppe, hat kürzlich seine Flotte durch Kauf von zwei zusätzlichen Schiffen verstärkt. Derzeit verfügt Malta Motorways of the Sea mit Sitz in Valletta über eine Flotte von sechs modernen Schiffen und betreibt verschiedene reguläre Seeverkehrsdienste im Mittelmeerraum. Zur maritimen Ausbildung kooperiert das Unternehmen mit Maltas Maritimen Institut.

Balluta Building wird sorgfältig restauriert

An der Balluta Bay in St. Julian’s fällt ein riesiger Jugendstil-Block ins Auge: das Balluta Building. Drei miteinander verbundene Wohnblöcke in der Nähe des Ballluta Square bilden ein Jugendstil-Apartmenthaus. Es wurde 1928 nach Entwürfen von Giuseppe Psaila für den Marquis John Scicluna gebaut. Das Gebäude ist zweifellos das beeindruckendste Beispiel für Jugendstil-Architektur auf Malta. Fenster, Pilaster und andere Teile des Gebäudes sind floral verziert. Zunächst sollen 10 der 20 Wohnungen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes sorgfältig restauriert werden. Patina, Moos, Taubenkot und Schadstoffe werden ohne Schädigung des Untergrundes entfernt. Um Beschädigungen zu verhindern, wird nur mit nicht-elektrischem Handwerkszeug gearbeitet. Metallbefestigungen ohne hiostorische Bedeutung werden zum Schutz gegen Rost nach Möglichkeit entfernt.

Malta bleibt beliebter Drehort

Zum dritten Mal wird für die deutsche TV-Serie Das Boot’ auf Malta gedreht. Die Zahl der Produktionstage auf der Insel erhöht sich gar von 72 auf 120! Gedreht wird unter anderem in den Malta Film Studios, in Fort Ricasoli, in der AFM-Kaserne, in den San Anton-Gärten, in Kalkara, in Valletta, in Mdina, in Marsa, in Paola und in Mellieħa! Dafür wird die Produktion in Malta von 800 Mitarbeitern, Darstellern und Statisten unterstützt. Die Produktionskosten werden auf 7 Millionen Euro geschätzt. Produzent Moritz Polter dankte der Malta Film Commission für ihr Engagement und ihre Unterstützung für die Produktion in Malta.
Auf Malta gedrehte aktuelle amerikanische Produktionen sind: Romancing the Cure – vollständig auf Malta gedreht, mit Szenen in Valletta, Fort St. Elmo, Marsaxlokk, Mellieha und Attard. Mix Up in the Mediterranean – gedreht in der Stadt Valletta, im Phoenicia Hotel, in den Upper Barrakka Gardens und im Palazzo Parisio. Jurassic World, Dominion – Dreharbeiten in den Städten Floriana, Valletta, Birgu, Pembroke und Mellieha und voraussichtlich im Juni 2022 in den Kinos. Foundation – Kürzlich aufgenommen im Malta Film Studio in Fort Manoel.

Jede(r) Vierte in Malta von Armut bedroht und betroffen

Itma u Libbes war die Fastenkampagne 2021 der Erzdiözese Malta. Diese Fastenkampagne sollte Menschen helfen, die unter schwierigen Umständen leben müssen. Diesmal wurde nicht nur Geld für gesunde Mahlzeiten gesammelt, sondern auch wiederverwendbare Kleidung. Daten des Nationalen Amtes für Statistik zeigen, dass im Jahr 2020 unglaubliche 82.700 Menschen von Armut bedroht und betroffen waren, während 40.000 unter ungünstigen Bedingungen leben. Dies bedeutet, dass jede vierte Person entweder arm ist oder sich nur mühsam über Wasser hält. Diejenigen, die Kleidung benötigen, konnten Gutscheine für Kleidung von Pfarreien und sozialen Einrichtungen der Diözese erhalten.

Fangen geschützter Singvögel trotz Verbots?

Malta will weiterhin das Fangen geschützter Singvögel erlauben. Und das, obwohl der Europäische Gerichtshof im Jahr 2018 die langjährige Praxis VERBOT. Nun die Ausrede an Brüssel: Das Fangen verhelfe zu wissenschaftlichen Daten über die Migration von Arten. Malta erklärte laut TIMES OF MALTA gegenüber Brüssel, das Urteil stelle kein völliges Verbot der Erfassung von Singvögeln dar. Immerhin erhielte nur der eine Sonderlizenz, der eine Prüfung absolviere und bestehe. Zudem sähen örtliche Vorschriften tägliche Stichprobenkontrollen vor. Naturschützer hingegen beklagen den Mangel an angemessener Überwachung.

Rad- und Wanderweg verbindet Mrieħel, Birkirkara, Balzan, Attard und Ta Qali

Bereits im vergangenen Jahr wurden bei Bauarbeiten Fundamente des ehemaligen Bahnhofs San Salvatore freigelegt. Daraufhin wurden die Bauarbeiten in der Region eingestellt. Es folgten Gespräche mit Paul Galea von der Malta Railway Foundation. Nun wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen und beschlossen, dass wenigstens Überreste eines Bahndamms und der ehemaligen Eisenbahnbrücke in Attard gegenüber des Mount Carmel Hospitals erhalten bleiben sollen. Diese Eisenbahnbrücke dient inzwischen als Straßenbrücke. Infrastructure Malta und der Heritage Watchdog wollen den Erhalt von Bahndamm und Brücke sicherstellen. Der Damm neben einem Teil des neuen Rad- und Wanderwegs soll sichtbar bleiben und die Brücke verlängert werden. Der neue 4,3 Kilometer lange Rad- und Wanderweg wird Mrieħel, Birkirkara, Balzan, Attard und Ta Qali verbinden.

Die Malta Railway Foundation befürchtet jedoch, dass die Arbeiten irreparable Schäden vor allem durch die Verlängerung der Brücke verursachen werden.

Die maltesische Eisenbahn fuhr zwischen 1883 und 1931. Der Dienst wurde eingestellt, weil sie nicht mit Bussen konkurrieren konnte.

Haley Bugeja (16) ist Maltas Fußball-Superstar

Die gerade einmal 16-jährige Haley Bugeja ist in Malta der neue Fußballstar. Die FIFA bezeichnet sie gar als „Rohdiamanten“. Die bei Sassuolo in Italien unter Vertrag stehende Stürmerin hat sich mit einer Profikarriere im Ausland einen langjährigen Traum erfüllt. Auf Malta war das große Frauenfußballtalent Bugejas schon lange bekannt, doch im September 2020 hat auch der Rest der Welt durch zwei wunderschöne Tore davon erfahren. Im Trikot des in der Serie A Italiens drittplazierten Vereins Sassuolo blühte sie mit vier weiteren Treffern in zehn Spielen auf. „Das Leben hier ist fantastisch, und zwar nicht nur wegen der Pasta“, erklärt sie begeistert. „Die Menschen sind sehr herzlich. Es gefällt mir super gut in Italien!“ Auch in der maltesischen Nationalmannschaft darf die 16-jährige zeigen, was sie kann!

Junge Aktivisten beklagen Notlage maltesischer Tierheime

Junge Aktivisten haben auf die Notlage maltesischer Tierheime aufmerksam gemacht. In einem handschriftlichen Brief forderten sie den Verzicht auf Begleichung der letzten Wasser- und Stromrechnungen. Das Energieministerium prüft nun Hilfsmöglichkeiten. Mit dem Auto der Energieministerin Miriam Dalli fuhren die Teenager zum Gebäude der Vereinigung verlassener Tiere in Birżebbuġa. Dort konnten sie Futterspenden und andere Gegenstände entgegennehmen. Kinder wie die neunjährige Kristina D’Amato sammelten seit letztem Sommer 4000 Euro für Futter zugunsten verlassener Hunde im Island Sanctuary. Unter anderem bastelten sie Schmuck und Lesezeichen und verkauften diese auf der Straße. Minister Dalli lud nun eine aufgeregte Kristina D’Amato ein, an einer Veranstaltung der Association of Abandoned Animals teilzunehmen, um ihre Idee zu diskutieren. Als „direkten Beitrag des Ministeriums für Energie, Unternehmen und nachhaltige Entwicklung“ spendeten Mariam Dalli und ihr Team dem Tierheim 300 Kilo Lebensmittel.

Fischer aus Siġġiewi gewann Preis der World Cinema Dramatic Special Jury


Ein Fischer aus Siġġiewi hat beim Sundance Film Festival den Preis der World Cinema Dramatic Special Jury gewonnen. Jesmark Scicluna erhielt den Dramatikerpreis der Jury für seine Rolle als Hauptdarsteller des maltesischen Films Luzzu. Scicluna spielt einen kämpfenden Fischer, der gezwungen ist,
Traditionen den Rücken zu kehren und Schwarzmarktfischen zu riskieren, um für seine Frau und sein neu geborenes Baby zu sorgen. Die Produktion unter der Regie von Alex Camilleri feierte Anfang Februar Weltpremiere auf dem Festival. Die türkische Produzentin Zeynep Atakan vertrat die Jury und sagte: „Luzzu ist ein wunderschön aufgenommener Film, der uns in eine kraftvolle Geschichte weit entfernt von der touristischen Sichtweise Maltas zieht. Die gezeigten Emotionen sind ehrlich und berühren durch die sehr gut dokumentierte Situation der Fischer.“ Der maltesisch-amerikanische Regisseur Alex Camilleri lobte Scicluna: „Jesmark erhebt Luzzu mit einer Subtilität und Seelenfülle, die mich an die besten Filmschauspieler erinnert.“ Der maltesischsprachige Film hat beim Publikum und bei führenden Filmkritikern großen Anklang gefunden. Das Meisterwerk Luzzu entstand mit Unterstützung des Malta Film Fund, der Malta Film Commission und der Regierung der Republik Malta. 

Floriana und sein „Champs Elysees“ bleiben Wunschtraum

Wenn Touristen Valletta verlassen, stoßen sie zwar auf einen langgestreckten wunderschönen Park, doch dahinter „lauert“ eine laute Straße mit wuchtigen Häuserbauten – und vielen stinkenden Autos. Die Ritter hatten einst andere Pläne: Der Eingang der Stadt sollte ein riesiger offener Garten sein, ein ruhiger Ort vor dem Gang in die hektische Stadt. Jahrhunderte später entschied Ministerpräsident Dom Mintoff den Bau mehrerer Wohnblöcke. Daher müssen sich Besucher Florianas mit kleinen Gärten wie Sa Maison und Argotti Botanical Gardens begnügen.
Vor sechs Jahren wollten vier junge maltesische Architekten dies ändern. Ihr detaillierter Plan sah vor, Autos von der St. Anne Street verschwinden zu lassen und diese Hauptverkehrsstraße stattdessen in einen grünen Fußgängerstreifen zu verwandeln. Autos wollten sie in einen Tunnel verbannen. Der Verkehrsfluss würde verbessert und Malta wieder grüner werden. Doch die Politik lässt den Plan der sechs Architekten seit sechs Jahren verstauben.
Zu diesem Thema äußerte sich Kristina Chetcuti in ihrer Kolumne der „The Sunday Times of Malta“ sehr deutlich…

Maltesische Wissenschaftler untersuchen Frischwasservorkommen unter dem Meeresboden

In den 60ern wurden Frischwasservorkommen unter dem Meeresboden nachgewiesen. WissenschaftlerInnen aus sechs Ländern haben nun unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung und der Universität Malta die erste globale Bestandsaufnahme solcher Grundwasservorkommen veröffentlicht. Sie stellen fest, dass Offshore-Grundwasservorkommen keine lokalen Phänomene sind. Sie konnten vor den meisten Kontinentalrändern dokumentiert werden. Das globale Volumen dieser Vorkommen wird auf eine Million Kubikkilometer geschätzt. Das ist etwa doppelt so viel wie das Volumen des Schwarzen Meeres. Im Rahmen des vom Europäischen Forschungsrat geförderten MARCAN-Projekts wurde der Meeresboden vor Neuseeland und Malta gezielt untersucht. Das 2017 begonnene 5-Jahres-Forschungsprojekt untersucht die Rolle des Offshore-Grundwassers bei der geomorphen Entwicklung der Kontinentalränder.

Die legendären Malta Busse fahren wieder

Auf maltesischen Straßen sieht man sie wieder: Eine Flotte wunderschön restaurierter alter maltesischer Busse. Allerdings verkehren sie nur im Rahmen geplanter Vintage-Touren von Valletta nach St. Julian’s und zurück. Alle Busse wurden in den alten Streckenlackierungen lackiert, die bis 1973 verwendet wurden. Die Vintage-Touren starten am Triton-Brunnen vor dem Stadttor Valletta. Derzeit umfasst die Flotte vier Thames ET7 aus den 1950er Jahren und einen Bedford.          

Melita Marine Group will in erneuerbare Energien investieren

Die Melita Marine Group ist seit 32 Jahren bekannt als Wartungsstandort für Hunderte von Schiffen. Sie erledigt Instandsetzungen, Umbauten, Nachrüstungen und Schiffsreparaturen. Melita Marine ist in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und der Karibik tätig und verfügt über eine Werftbasis in Spanien. Melita Marine ist Lieferant für Rolls Royce Power Systems und MTU mit Standorten in Malta, Griechenland, Zypern und Libyen. Die als eine der besten Superyacht-Werften im Mittelmeerraum berühmte Gruppe will weitere 5 Millionen Euro unter anderem in die Herstellung von Stromaggregaten und erneuerbaren Energien investieren. Derzeit hat das Unternehmen 200 Mitarbeiter, davon 87 außerhalb Maltas.

Studenten besorgt wegen Erasmus-Programm

Der ‚Students University Council‘ hat sich besorgt zur Erasmus-Entscheidung des Vereinigten Königreichs geäußert. Bislang hat sich ein Drittel aller maltesischen Studenten für ein Studium in Großbritannien über das EU-Programms Erasmus+ entschieden. Dank Brexit wird dies nun nicht mehr möglich sein. Studenten, die sich ein Studium ohne Subventionen nicht leisten können, müssen sich für ein anderes Ziel entscheiden. Nur so könnten sie von dem Erasmus-Budget von insgesamt 25 Milliarden Euro für die nächsten sieben Jahre profitieren. Der ‚Students University Council‘ sorgt sich um Sprachbarrieren, die den Zugang erschweren. Glücklicherweise arbeitet Großbritannien derzeit an einem ähnlichen Programm.

Brahminy Blindsnake Indotyphlops braminus in Malta registriert

Eine kleine neue Schlangenart, die in Malta gefunden wurde, ist für den Menschen harmlos, kann aber invasiv werden, berichtet die Universität von Malta. Die ‘Conservation Biology Research Group’ des Department of Biology und die Nichtregierungsorganisation ‘Bicref’ gaben an, zwei Schlangen registriert zu haben, die offiziell als Brahminy Blindsnake Indotyphlops braminus bekannt sind. Diese in der indo-malaiischen Region beheimatete Art hat sich im Laufe der Jahre durch internationale Warentransporte bis nach Malta verbreitet. Diese kleine, nicht giftige, grabende Schlange kommt selten an die Oberfläche, und lebt hauptsächlich in Bereichen mit Baumschulen, Golfplätzen, Kompost, landwirtschaftlichen Betrieben und Gärten, Botanische Gärten sowie in Parks.
Die einzigartige parthenogene Fortpflanzungsstrategie der Schlangen erhöht die schnelle Verbreitung und wird invasiv.

‘Dar Niki Cassar’ von YMCA Malta

‘Dar Niki Cassar’ von YMCA Malta bietet Obdachlosen und Familien im Winter Unterkunft und Notaufnahme. Ein Großteil der in Malta zu beklagenden Obdachlosen lebt in Notunterkünften oder zieht von einem Freund zum anderen. ‘Dar Niki Cassar’ arbeitet jeden Tag mit Menschen und Familien zusammen, die von Obdachlosigkeit und damit verbundenen Schwierigkeiten betroffen sind. Durch ein ganzheitliches Pflegeprogramm verhilft ihnen der maltesische CVJM zu einem wieder unabhängigen Leben. YMCA Malta hat kürzlich ein neues Projekt namens Y’Visible gestartet. Ein Team durchstreift im Winter wöchentlich die Straßen Maltas und sucht nach Menschen, die draußen schlafen – ohne Dach über dem Kopf. Hier versorgt das YMCA-Team die Menschen mit heißen Getränken, Essen und warmen Decken.

HiFly Malta mustert farbenfrohen Doppelstöcker aus

HiFly ist zwar eine portugiesische Fluggesellschaft, doch HiFly Malta konnte als Tochterunternehmen bislang mit einer auffälligen Maschine auftrumpfen:
Ein gebrauchter Airbus A380 mit beeindruckender Lackierung. Weiße Schrift auf Meeresblau verwies auf die gefährdeten Korallenriffe. Der Airbus A380 begann seine Karriere im März 2008 bei Singapore Airlines, bevor der Jet dort im November 2017 ausgesondert und ein halbes Jahr später von HiFly Malta übernommen wurde. Zuletzt bot HiFly die Maschine als Frachtflugzeug mit freigeräumter Economy-Klasse zur Miete an. Aber am 17. Dezember 2020 hob der Doppelstöcker zu seinem letzten Flug ab – von der Heimatbasis Beja in Südportugal nach Airbus Toulouse in Frankreich. Vermutlich endet der Flieger dort als Ersatzteillager…

Weihnachtsspenden an bedürftige Kinder

Eine nette Geste zur Weihnacht 2020: Hunderte von der Öffentlichkeit gespendete Geschenke wurden Ende Dezember unter einen großen Weihnachtsbaum auf dem Place de la Castille gelegt. Alle wurden auf Initiative von Lydia Abela, der Frau des Premierministers, und ihrer Tochter Giorgia Mae an bedürftige Kinder verteilt. Ihre Initiative ermutigte Spendewillige, ein zusätzliches Geschenk zu kaufen, um es Unglücklichen zu spenden. Die Gaben wurden an Kinder von Gefangenen, Opfer häuslicher Gewalt, Kinder von Drogenopfern und in Heimen verteilt.

Unterstützung im Kampf gegen Lärm durch den Freihafen in Birżebbuġa

Die Bewohner von Birżebbuġa können innerhalb eines Jahres finanzielle Unterstützung für Lärmschutz beantragen. Um Lärmbelastung durch den Freihafen zu verringern, können sie ihre Fenster mit diesem Zuschuss doppelt verglasen lassen. Das Budget für diese Finanzierung beläuft sich auf 500.000 EUR. Damit werden bis zu 90% der Ausgaben der privaten Haushalte für die Installation von Doppelverglasungen finanziert. Das Programm von der Regulierungsbehörde für Energie- und Wasser wird rund 250 Familien zugute kommen. Die Ministerin für Verbraucherschutz, Julia Farrugia Portelli, will mit dieser Zusage den durch Freeport-Arbeiten verursachten Lärm bekämpfen.

Comino wird umgestaltet

Comino ist eine so kleine Insel, dass nur wenige Touristen sie kennen. Und doch existiert in diesem schützenswerten Gebiet ein Hotel und Bungalowpark. Das Comino Hotel und der Bungalowbereich werden nun saniert. Dabei wollen die Architekten eine größere Einheit zwischen dem Grundstück und den Bungalows erreichen. Sie sollen weniger verstreut dastehen, die Umweltauswirkungen sollen so gering wie möglich ausfallen. Allerdings soll der neue Villenbereich eine andere Form annehmen als das derzeitige Bungalowdorf. Die großen Gebäude sollen durch kleinere kastenförmige Gebäude ersetzt werden, deren Grundfläche wird jedoch größer. Das neue Dorf wird auf einer Fläche von über 5.000 Quadratmetern aus 21 Wohnungen bestehen. Diese Erweiterung in der Nähe der Bucht von Santa Maria erstreckt sich über unbebautes Land mit ökologischer Bedeutung. Das erfordert besondere Aufmerksamkeit. Das neu gestaltete Hotel soll statt 95 nur noch insgesamt 70 Zimmer haben. Geplant ist dafür ein zentrales Foyer, ein Restaurant, ein Spa mit Schwimmbädern im Erdgeschoss und Terrassen in oberen Etagen. Derzeit wird geprüft, ob die Planungen zu dem sensiblen Gebiet passen.

Iniala Harbour House and Residences in Valletta

Premierminister Abela hat Anfang November das Iniala Harbour House and Residences eröffnet. Das Iniala Harbour House & Residences erstreckt sich über vier Stadthäuser und ihre alten Gewölbe aus dem 17. Jahrhundert. Die Iniala Group hat mit einer Investition von 20 Millionen Euro ein äußerst luxuriöses Boutique-Hotel in Valletta geschaffen. Das Iniala Harbour House and Residences beschäftigt 40 Mitarbeiter. Insgesamt verfügt das Hotel in der St. Barbara Street über 23 Zimmer. An der St. Barbara Bastion gelegen, bieten einige Suiten einen unschlagbar herrlichen Blick auf den Grand Harbour.
Das von drei erstklassigen Designstudios entwickelte Design der Zimmer ist von der maltesischen Identität inspiriert.  Der Blick auf den Hafen ist allerdings nicht unter 400 Euro pro Nacht zu haben…

Australisches Holzhaus auf Malta

Forschende versuchen seit 2003, mehr über einen australischen Bungalow auf Malta zu erfahren. Er stammt aus den 1920er Jahren und diente dazu,
maltesische Migranten vor ihrer Auswanderung nach Australien in Bautechniken zu schulen. Als Malteser zu Anfang des letzten Jahrhunderts in verschiedene Länder auswanderten, suchte Australien in Malta qualifizierte Arbeitskräfte in Bau und Landwirtschaft. Um potenziellen Migranten zu helfen, wurde der australische vorgefertigte Holzbungalow in den 1920er Jahren nach Malta verschifft. In Hamrun wurde der Bungalow montiert.
1928 wurde ein “Migrants Training Center” eingerichtet, um Migranten in umgangssprachlichem Englisch und im Handwerk zu schulen. Bis 1930 wurden das Zentrum und der Holzbungalow auf die staatliche Versuchsfarm in Ghammieri verlegt. Mittlerweile ist der Bungalow in einem fragilen Zustand, dient aber immer noch als Beispiel für ein vorgefertigtes Holzgebäude aus dem späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert.
Seit 2003 wird versucht, einen Naturschutzplan für den Bungalow zu erstellen. Angebote von Holzexperten für die geschätzt 400.000 Euro teure Restaurierung wurden bereits in die engere Wahl genommen.

Hyatt Regency Malta im Stadtzentrum St. Julians

Wer dachte, 5 Sterne wären die höchste Hotelbewertung, kennt das neue Hyatt-Hotel in St. Julians noch nicht. Hyatt Regency Malta hat am 10. Oktober seine Türen für Gäste geöffnet. Das riesige Hotel mit neuen 151-Zimmern befindet sich im Herzen von St. Julians. Moderne Architektur wurde dem maltesischem Erbe angepasst. Dieses beeindruckende Anwesen im Stadtzentrum St. Julians bietet auch einen Innen- und Dachpool, ein Spa sowie ein Hyatt StayFit Gym. Geschäftsreisende im Hyatt Regency Malta profitieren außerdem von 479 Quadratmetern flexibler Tagungsfläche für 10 bis 200 Gäste. Die drei Bars und Restaurants werden vom preisgekrönten Küchenchef Noel Azzopardi geleitet. Das Hyatt Regency Malta wurde in Rekordzeit erbaut und ist das 23. Hotel der Marke in Europa.

Infrastruktur in Marsaxlokk wird verbessert

Investitionen in Höhe von 5 Mio. EUR sollen dafür sorgen, dass auch in Marsaxlokk Fischern, Anwohnern und Tausenden von Besuchern bessere Infrastruktureinrichtungen geboten werden. Am Rande des Geländes befindet sich unter anderem eines von nur zwei salzhaltigen Sumpfgebieten im Süden Maltas und damit den einzigen Lebensraum der maltesischen Killifish-Unterarten. Das Projekt ist das Ergebnis einer mehrjährigen Planung und Beratung.
Dazu gehören neue Einrichtungen für Fischer, eine Fußgängerzone und ein Bürgersteig, der das Gebiet mit dem Hauptplatz von Marsaxlokk verbindet. Parkmöglichkeiten werden in der gesamten Region neu angeordnet.

Sally Port in Vittoriosa

Die Promenade von Sally Port in Vittoriosa soll verschönert werden. Doch die Anwohner befürchten, dass der Verkehr Vorrang vor den Bedürfnissen der Fußgänger haben wird. Eingaben an die Planungsbehörde zeigen die Vorwürfe auf: Fehlende Radwege, keine Spielmöglichkeiten für Kinder, sehr wenig Grün und mangelhafte Landschaftsgestaltung. Kurz – BürgerInnen befürchten ein uninspiriertes Meer aus Beton. Das von Infrastructure Malta geplante 9-Millionen-Euro-Projekt muss noch genehmigt werden. Die Überarbeitung ist Teil eines umfassenderen Plans zur Schaffung einer 4,5 Kilometer langen Fußgängerstraße
um Cottonera von Senglea nach Bighi. Die Arbeiten werden voraussichtlich 18 Monaten dauern und umfassen den Wiederaufbau eines 600 Meter langen Abschnitts des Kais in einem als It-Toqba bekannten Gebiet bis Kalkara.

Sta Duminka Kapelle in Dingli

Die Ruinen der Sta Duminka Kapelle in Dingli sind für das normale Auge unsichtbar. Sie sind nämlich in einer Mauer versteckt, die sich fast unterhalb der Straße befindet. Diese mittelalterliche Kapelle in Dingli war ursprünglich die Pfarrkirche des Dorfes. Sie gehört zu sechs alten Kapellen, die nun von der Planungsbehörde geschützt werden. Ein Dozent der Abteilung für Archäologie hatte gewarnt, dass der Bau einer Straße durch unberührtes Dingli-Ackerland
die Überreste der Kapelle Santa Duminka gefährden könnte. Nach Angaben der Superintendanz des Kulturerbes erhalten sechs mittelalterliche Kapellen von historischer Bedeutung nun das höchste Schutzniveau. Diese Kapelle in Dingli gehört zu den ersten 10 im Jahre 1436 dokumentierten Pfarreien. Historische Gebäude Maltas werden als wesentlicher Bestandteil von Maltas Geschichte und Identität weiterhin geschützt.

Mit Teer bedeckter Welpe konnte gerettet werden

In Malta wurde ein mit Teer bedeckter 8 Wochen alter Welpe gefunden, was zu Empörung und Besorgnis bei Tierschützern führte. Ein Mann brachte der Association for Abandoned Animals einen Welpen mit, den er mit Teer bedeckt in einem Karton gefunden hatte. Der Mickey genannte und vor Schmerzen winselnde Hund wurde vom AAA zur Dr. Trevors Klinik in Attard gebracht. Dort wurde der Welpe langsam Stück für Stück gereinigt, bis der größte Teil des Teers entfernt war. Die AAA dankte allen Helfern, insbesondere George und Roxianne von der Dr. Trevors Klinik, die die Behandlung kostenlos durchführten. AAA wird die Genesung des Welpen überwachen, der noch viel Fell verliert und mit schmerzhaften Verklebungen leben muss. Spenden Sie bitte!

Maltas Roter Turm wurde restauriert

Ein weiteres Juwel Maltas wurde restauriert und konserviert: Im Großraum Mellieħa verdient der Rote Turm (St Agatha’s Tower) nun seinen Namen, so sehr leuchtet das neu restaurierte Bauwerk! Das am Roten Turm am Rande von Mellieħa durchgeführte Restaurierungsprojekt kostete mehr als 300.000 Euro. Außenseite und Innenseite des Turms wurden überarbeitet. Ein neues Beleuchtungssystem und ein Sicherheitssystem wurden installiert. Die Restaurierung wurde von der maltesischen Tourismusbehörde aus EU-Mitteln finanziert.
Zwei weitere Türme in Comino und auf Gozo sollen mit einer Gesamtinvestition von rund einer Million Euro folgen.

Malta und Gozo erhalten 350 Rücknahmeautomaten für Plastikflaschen

In den nächsten 14 Monaten sollen auf Malta und Gozo insgesamt 350 Rücknahmeautomaten für Plastikflaschen stationiert werden. 
Diese Rücknahmeautomaten geben für jede zurückgegebene gebrauchte Plastikflasche 10 Cent. So sollen 85 Prozent der in Malta verwendeten Plastikflaschen recycelt werden. Mit einem Konsortium aus Importeuren, Herstellern und Einzelhändlern sowie der Resource Recovery and Recycling Agency wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Er sieht auch ein neues Recyclingzentrum für Plastikflaschen vor; es ist ein Teil einer Investition von 15 Millionen Euro. Recyclingziele sollen nun endlich erreicht werden und Verbraucher mehr Verantwortung bei der Entsorgung übernehmen. Nützlicher Nebeneffekt ist die Schaffung von 60 neuen Arbeitsplätzen.

MaltaMedAir steigt ins Liniengeschäft ein

Mit MaltaMedAir hat auch Malta eine Billiglinie. Zwar ist die Muttergesellschaft Malta Air Travel Limited staatlich, doch beim Tochterunternehmen MaltaMedAir hat Minderheitsaktionär Ryanair das Sagen. MaltaMedAir steigt nun ebenfalls ins Liniengeschäft ein. Dazu wird ein Airbus A 320 verwendet, der bisher für Air Malta bereit stand. MaltaMedAir hat unter Code MM den ersten Linienflug von Luqa nach Warschau und zurück auf eigene Rechnung durchgeführt. Zukünftig sollen zahlreiche europäische Ziele auf eigene Rechnung angeflogen werden. Während Air Malta immer wieder unter Pilotenstreiks leidet, wird MaltaMedAir weiteres Personal zu schlechteren Konditionen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Airline Pilots Association prozessiert bereits wegen prekärer Arbeitsbedingungen. Ryanair wird übrigens seine österreichische Tochter Laudamotion schließen und durch die maltesische Neugründung Lauda Europe Ltd. ersetzen. Deren A 320-Flotte wird also künftig auf den maltesischen Inseln registriert sein.

Schildkrötennester auf Gozo

Über 60 Schildkröten sind Juli und August in Ramla Bay, Gozo, aus ihren Nestern geschlüpft, berichtete Nature Trust. Ein Nest war das erste bestätigte Schildkrötennest auf Gozo seit 70 Jahren. Eine Schildkröte legte im Mai die Eier am Strand ab. Ihr Nistplatz wurde anschließend von den Umweltbehörden abgesperrt. Freiwillige des Nature Trust beobachteten Tag und Nacht die Stelle. Im Juni sah die Regierung sogar von Plänen ab, den Sand des Strandes von Zigarettenkippen und anderen Abfällen zu befreien. So sollten Störungen so gering wie möglich gehalten werden. Schildkröteneier sind empfindlich gegen Lärm, Vibrationen und feuchten Sand. Brutschildkröten können auch durch helle Lichter leicht desorientiert werden. Im August konnte das zweite Nest gemeldet werden!

Hund hilft dem Zoll

Dank der feinen Nase eines Hundes fand der maltesische Zoll Anfang August bei einem Fluggast 16.500 € nicht deklariertes Bargeld. Der Passagier war auf dem Weg nach Istanbul. Auf die Frage, wie viel Bargeld er bei sich habe, sagte der Passagier, er habe 5.000 Euro. Von der Antwort waren die Kontrolleure nicht überzeugt. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks wurden 16.540 € gefunden. Der Passagier stimmte einer außergerichtlichen Einigung zu und wurde mit einer Geldstrafe belegt. Passagiere dürfen nicht mehr als 10.000 € nicht deklariertes Bargeld mitführen. Alles, was diese Grenze überschreitet, wird beschlagnahmt.
Hunde sind dabei hilfreiche Helfer!

Floriana Mall wird umgestaltet

Die Grand Harbour Regeneration Corporation führt derzeit im Garten der Floriana Mall eine Restaurierung durch. Die Floriana Mall ist eine 400 Meter lange Promenade mit Bäumen und Teichen. Sie wurde 1656 von Großmeister Lascaris als Spielplatz für die Ritter erbaut. Der Name „Mall“ leitet sich vom damals beliebten Spiel Palla a Maglio ab, das aus einer Holzkugel bestand, die von den Rittern mit einem Holzhammer entlang eines Pfades geschoben werden musste. Während der britischen Zeit befahl Sir Alexander Ball 1805,
die Mall in einen öffentlichen Garten umzuwandeln. Entlang dieses Gartens befinden sich neun Denkmäler maltesischer Prominenter. Die Mall erstreckt sich von Fort St. Elmo bis zur St. Philip Bastion. Die derzeitige Restaurierung kostet rund 4 Mio. EUR und umfasst 7.500 Quadratmeter neue Pflasterung. Innerhalb eines Jahres soll die Öffentlichkeit neue Bänke, neue Beleuchtung und einen neuen Brunnen genießen können. Hoffentlich erhält auch die Fütterungsstation für streunende Katzen eine Auffrischung.

Meisterwerk von Mattia Preti bald wieder zurück im Großmeisterpalast in Valletta

Zwei Jahrhunderte lang war eines der Meisterwerke des italienischen Künstlers Mattia Preti aus dem Großmeisterpalast in Valletta verschwunden. Obwohl der Maler des Barock Italiener war, verbrachte Mattia Preti ab 1661 den größten Teil seines kreativen Lebens in Malta. Wie Caravaggio wurde er eine Ikone der maltesischen Geschichte und Kultur. Vom Johanniterorden wurde Mattia Preti zum Ehrenritter ernannt. Nun ist sein Bild nach Malta zurückgekehrt.
Das Gemälde zeigt den römisch-christlichen Philosophen Boethius, der im Gefängnis auf seine Hinrichtung wartet, nachdem Theodoric als König von Italien ihn der Verschwörung bezichtigt hatte. Preti fängt den Moment ein, in dem dem verzweifelten Boethius die tröstende Philosophie erscheint. Das Ölbild auf Leinwand kam Juni 2020 nach Malta, nachdem es bei der Sotheby’s Old Masters Auktion in New York aufgetaucht war. Dort kaufte es die maltesische Regierung für 1,3 Millionen Euro. Der Kauf wurde vom Nationalen Entwicklungs- und Sozialfonds finanziert. Dieser Fonds verleiht das Kunstwerk dauerhaft an Heritage Malta. So soll sichergestellt werden, dass es für die Nachwelt gut gepflegt wird. Nach dem laufenden großen Restaurierungsprojekt im Großmeisterpalast wird dieses Meisterwerk in den Palast zurückkehren.

Cafe Prego in Valletta scheint gerettet

Anfang Juli machte die Nachricht von der Schließung des legendären Cafe Prego die Runde. Aber nun scheint Vallettas Prego-Café gerettet! In den 1970er Jahren gehörte das Café zu den „Top 3“ in Valletta. Die dritte Generation der Familie Bezzina überlegt eine Wiedereröffnung. Seit den 1940er Jahren führt Familie Bezzina dieses legendäre Café in der South Street von Valletta. Der 80-jährige Salvatore Bezzina ging in den Ruhestand, nachdem er seit seinem 16. Lebensjahr im Café gearbeitet hatte. Er leitete es mit zwei seiner Brüder, Philip (90 Jahre alt) und George (mit 63 fast im Rentenalter). Sein Sohn Patrick Bezzina sagt, dass Geschwister und Cousins ​​erwägen, das Café zu übernehmen, obwohl die Gastronomie ihnen fremd ist. Angesichts seiner Einzigartigkeit und seines Potenzials wäre es eine gute Idee, mit einigen Verbesserungen wieder zu öffnen.

Jahrtausende alte Karrenfurchen in Attard gefunden

Jahrtausende alte Karrenfurchen wurden unter einer neu gebauten Straße in Attard gefunden. Im Rahmen des Central Link-Bauprojekts wurden sie ausgegraben. Für zukünftige Studien sollen sie als ein Beweis dafür erhalten bleiben, dass die Mdina Road seit Tausenden von Jahren beliebte Durchgangsstraße ist. Diese Karrenrillen in der Region Wied Inċita stammen möglicherweise aus der prähistorischen Bronzezeit (2.500 bis 750 v. Chr.). Sie sind die einzigen bekannten Karrenfurchen in der Region. Die Arbeiter haben die Felsoberfläche sorgfältig freigelegt und gereinigt. Archäologen überwachen Arbeiten am Central Link Bauprojekt, damit sie jeden Fund der Aufsichtsbehörde melden können.

Erneut Silbermedaillen für Delicata-Weine

Der Weinanbau-Familienbetrieb Delicata hat in Bordeaux eine zweite Silbermedaille gewonnen. Mit ihr wurde ihr Wein der kaum bekannten Traubensorte Viognier geehrt. Anfang dieses Jahres gewann Delicata beim Wettbewerb Chardonnay du Monde in der burgundischen Weinregion Frankreichs bereits eine Silbermedaille für den Grand Vin de Hauteville Chardonnay DOK Malta Superior aus 2018. Delicatas Silbermedaillengewinner Chardonnay ist frisch mit lebhafter, tanzender Säure, gut extrahiert und mit subtilen Ananasnoten ausgestattet. Im Laufe der Jahre hat das Weingut Delicata mit gleichbleibend hohen maltesischen Premiumweinen eine beeindruckende Führungsrolle übernommen. Delicatas in Malta angebaute Grand Vin de Hauteville-Weine haben insgesamt 29 Preise eingeheimst.

Neue 110 Meter lange Brücke an Floriana Park

Infrastruktur Malta hat eine innovative 110-Meter-Brücke für Fußgänger, Busfahrgäste und Radfahrer eröffnet. Fußgänger und Radfahrer pendeln nun sicherer zwischen Hamrun, Marsa und Floriana. Dieses von der EU mit 2 Mio. EUR unterstützte Projekt ist die dritte Investition von Infrastruktur-Malta in neue Verkehrswege. Die neue geschwungene Trägerbrücke erhebt sich neben dem Hauptsitz der MUSEUM Society, um Hamrun mit Marsa sowie Floriana Park zu verbinden. Die Überführung ist nicht nur ein moderner Augenschmaus, sondern auch eine architektonische Meisterleistung. Sie umfasst sanft abfallende Rampen, Personenaufzüge und Treppen, um komfortable Nutzung für Jedermann sicherzustellen. Die hohen angrenzenden Bäume werden elegant umrundet. Weitere neue Einrichtungen, die zum Wandern und Radfahren einladen, befinden sich derzeit im Bau, darunter das Central Link-Projekt in Mriehel, Birkirkara, Balzan und Attard.

Teile von Cousteaus Schiff „Calypso“ werden Heritage Malta gespendet

Jacques-Yves Cousteau war bekannter Ozeanograph und Entdecker. Seine Weltreisen unternahm er mit einem Schiff namens „MV Lord Strickland“, später umbenannt in „Calypso“. Einige Teile des geschichtsträchtigen Schiffes wurden nun der Kulturagentur Heritage Malta gespendet. Im zweiten Weltkrieg wurde die „MV Lord Strickland“ als Minensuchboot eingesetzt. Nach Außerdienststellung wurde es verkauft und für Passagiertransporte eingesetzt. Es bot Transportdienste zwischen Malta und Syrakus an. 1950 aber wurde es an den legendären Kapitän Jacques-Yves Cousteau verkauft. Er nahm Umbauten vor, benannte es in „Calypso“ um und nutzte es mit Hubschrauber und kleinem U-Boot für seine Entdeckungsreisen. Unter anderem wurden beim Umbau ein Bullauge und das dicke runde Glas eines anderen Bullauges entfernt. Sie sind jetzt Teil einer Spende an Heritage Malta. Dazu zwei Schiffspumpen und eine Kraftstoffpumpe. Ein Modell der „Calypso“ wurde für eine geplante Ausstellung von der Familie Cousteau an das Malta Maritime Museum ausgeliehen.
Dessen Umbau allerdings dauert noch an…

Felsschnitzereien in Pieta entdeckt

Beim Bau einer Straße in Pietà wurde Mitte Juni ein Felsdurchgang zu einem Schutzraum entdeckt, der Felsschnitzereien mit religiösen Motiven zeigte.
In einem Tweet hieß es, die Passage könnte möglicherweise Teil eines Luftschutzbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg sein. Die beiden Bilder der auf Twitter gezeigten Steinschnitzereien zeigen das Gesicht der heiligen Maria sowie Jesus mit seiner Dornenkrone. Infrastruktur Malta und die Superintendanz für das kulturelle Erbe Maltas untersuchen nun den Fund und die besten Methoden zur Bewahrung. An ähnlicher Stelle waren bereits im Sommer 2018 drei geschnitzte Votivbilder in Felswänden von Schutzräumen des Zweiten Weltkriegs aufgetaucht.

Slow Streets Initiative

Zwei Drittel der Gemeinden in Malta werden im Rahmen eines Projekts einige Straßen und Plätze in ihren Städten und Dörfern sperren. Diese Initiative wird als „Slow Streets Initiative“ bezeichnet. Sie soll in Absprache mit Anwohnern und Unternehmen nachhaltige Mobilität fördern und Ortszentren beruhigen. Fußgänger, Radfahrer und Rollerfahrer sollen zudem mehr Platz erhalten. Bestimmte Straßen innerhalb der teilnehmenden Gemeinden werden während der Umsetzung der „Slow Streets-Initiative“ zu Fußgängerzonen. Einwohner von über 40 Orten werden mehr Ruhe und Beschaulichkeit erleben. Die Vereinbarung zum Projekt „Slow Streets Initiative“ wurde vom Gemeindeverband und Transport Malta unterzeichnet. Der Minister für Kommunalverwaltung, Jose ‚Herrera, erklärte, dass sein Ministerium eine Reihe von Programmen herausgeben werde, um den Räten bei der Durchführung dieser Projekte zu helfen. Verkehrsminister Ian Borg sagte, die Idee sei nicht nur, Straßen zu sperren, sondern Aktivitäten in diesen Räumen zu fördern.

Pro-Kathedrale St. Paul in Valletta wird restauriert

Die Pro-Kathedrale St. Paul wurde 1844 erbaut – ihr Turm ist ein Wahrzeichen in Valletta. Erste Arbeiten zur Restaurierung des Turms der anglikanischen Kathedrale stehen mittlerweile vor dem Beginn. Der 3 Mio. EUR schwere Vertrag zwischen der anglikanischen Kirche und einem maltesischen Joint Venture wurde im Mai abgesegnet. Im Juni dürfen die Arbeiten aufgenommen werden. Der historische 67-Meter-Glockenturm erhält ein Gerüst und die sechs Glocken werden ausgebaut. EU-Mittel und ein Aufruf sichern die Finanzierung für diesen wichtigen ersten Auftrag. Monatelange Architekturinspektionen und Tests hatten eine Verschlechterung der Stabilität des Turms und des Mauerwerks in der gesamten Kathedrale festgestellt; Mauerwerksstücke waren bereits herabgefallen. Insgesamt werden die Restaurierungskosten auf 7 Millionen Euro geschätzt.

Neue Basiskarte für die maltesischen Inseln

Die Planungsbehörde hat eine neue Basiskarte für die maltesischen Inseln veröffentlicht. Die neue Basiskarte ist eines der wichtigsten Ergebnisse eines 7 Mio. EUR umfassenden Projekts, das teilweise vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert wurde. 30 Jahre nach der ersten Erstellung bietet die neue Basiskarte wichtige Informationen über die verfügbaren Geodaten zum Gelände der maltesischen Inseln, zu Gebäuden, Freiflächen und dem Straßennetz. Schichtansichten bieten die Möglichkeit, Ruinen und Gelände zu identifizieren. Die maltesische Basiskarte wird für Umweltanalysen, Entwicklungsplanung sowie für die Planung neuer Straßen und Buslinien verwendet.

MalteserInnen dürfen den eigenen Namen mit maltesischen Buchstaben versehen

Eltern, die maltesische Buchstaben für den Namen ihres Neugeborenen verwenden wollten, entfachten im Mai eine Debatte. Dank dieser wird es Maltesern bald möglich sein, den eigenen Namen mit maltesischen Buchstaben zu versehen. Für Nachnamen mit angestammten und historischen Wurzeln gilt dies nicht, da deren Herkunft vor der Etablierung des maltesischen Alphabets liegt. Dies bestätigte der zuständige Sprecher des Parlamentarischen Sekretariats für Staatsbürgerschaft und Gemeinschaften dem Malta Independent. Der Familienname solle nur in ursprünglich registrierter Form anerkannt werden. Maltesische Nachnamen entstanden im Mittelalter. Sie wurden mit dem sizilianischen Alphabet geschrieben. Viele Autoren verwenden maltesische Buchstaben in Nachnamen. Dies wird nicht offiziell anerkannt und tatsächlich nur in Büchern gehandhabt. Für Unterschiede in den Nachnamen gibt es historische Erklärungen, denn ältere aus dem Sizilianischen stammende müssen von neueren Nachnamen aus der Zeit der Ritter des heiligen Johannes unterschieden werden. Nun muss eine Überarbeitung der staatlichen IT-Systeme durchgeführt werden. Zudem muss der Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet werden, Anfragen zur Verwendung maltesischer diakritischer Buchstaben im maltesischen Alphabet stellen zu können. Anfragen sollten direkt über den Direktor des öffentlichen Registers erfolgen können.

St. Pauls-Kapelle in Attard wird restauriert

Die Infrastrukturbehörde Maltas hat mit der strukturellen Restaurierung der St. Pauls-Kapelle in Attard begonnen. Die Mauern werden verstärkt und Schäden durch Absinken behoben. Studien hatten gezeigt, dass Risse an den Wänden dieser Kapelle durch kontinuierliches Absinken verursacht wurden. In den letzten Wochen haben Bauunternehmer begonnen, die Kapelle mit über 100 Stahlgesteinsschrauben und Kohlefaserstäben zu verstärken. Sie wurden in Löcher in den Wänden eingesetzt und mit Fugenmasse befestigt. Die St. Pauls-Kapelle war jahrzehntelang geschlossen, bevor 2005 Pläne für eine Restaurierung auf den Weg gebracht wurden.

Chinesische Botschaft auf Malta zieht um

Die chinesische Botschaft von Malta hat Umzugspläne bekannt gegeben. Sie will sich auf 19.000 Quadratmetern in Pembroke niederlassen. Jetzt ist dort noch Ackerland, nur 280 m von einem Naturschutzgebiet entfernt. Pembroke ist die jüngste Stadt Maltas. Sie wurde von den Johannitern im Jahre 1859 erbaut und nach dem damaligen britischen Kriegsminister benannt. Der Standort in der Suffolk Street befindet sich direkt hinter der Schule von St. Catherine und grenzt an die verfallende Australia Hall der Labour Party. Die chinesische Regierung hatte das Land im Jahr 2015 von der Regierung gekauft.